Trotz Corona war 2020 gutes Jahr für Pittenharter Finanzen

von Redaktion

Gemeinderat billigt Abschlussrechnung für 2020 und genehmigt auch Haushaltsüberschreitungen

Pittenhart Der Gemeinderat Pittenhart akzeptierte in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Abschlusszahlen der Jahresrechnung für 2020 und genehmigte nachträglich die darin enthaltenen Haushaltsüberschreitungen.

Der Pittenharter Haushalt 2020 wurde mit 5,25 Millionen Euro in Einnahmen und Ausgaben abgeschlossen, davon waren 3,35 Millionen Euro dem Verwaltungshaushalt zuzurechnen, 1,90 Millionen Euro dem Vermögenshaushalt. Der Haushaltsausgleich konnte ohne Kreditaufnahme erfolgen, 28000 Euro an früheren Krediten wurden getilgt, sodass der Schuldenstand auf 169000 Euro sank. Darüberhinaus hat Pittenhart trotz einer Rücklagenentnahme von rund 500000 Euro im Jahr 2020 mit 325000 Euro Bestand in der allgemeinen Rücklage ein gutes finanzielles Polster. In ihrem Rechenschaftsbericht hatte Kämmerin Isabella Bauer dargestellt, dass es nicht zu dem bei der Haushaltsplanaufstellung erwarteten Rückgang der Steuereinnahmen durch die Pandemie gekommen sei, die Gewerbesteuereinnahmen hätten sogar eine Rekordsumme von 542000 Euro erreicht. Andererseits hatte Pittenhart dennoch Finanzzuweisungen zum pauschalen Ausgleich von Gewerbesteuermindereinnahmen durch Corona in Höhe von rund 55000 Euro erhalten. Demzufolge konnten dem Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen getätigt werden, vom Verwaltungshaushalt 369000 Euro zugeführt werden, während man bei der Haushaltsaufstellung noch von der Notwendigkeit einer Zuführung vom Vermögenshaushalt zum Verwaltungshaushalt ausgegangen war.

Die Kosten für den Grunderwerb von Tausch- und Ausgleichsflächen und eines Grundstücks in zentraler Lage in Pittenhart mit insgesamt 1,3 Millionen Euro bildeten im Vermögenshaushalt 2020 den größten Posten. Eingenommen wurden dagegen durch Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet 97500 Euro, im Baugebiet 62000 Euro.

Der Erwerb des alten Pfarrhauses im Rahmen der Erbpacht schlug mit 245000 Euro zu Buche.

Für die Breitbandversorgung wurden gut 420000 Euro fällig, dadurch konnten aber auch fast 332000 Euro an Fördermitteln abgerufen werden. Im Bereich Straßenbau wurde die Gemeindeverbindungsstraße „Hammerschmiede“ für 98000 Euro saniert, für die Planungsarbeiten für die Gemeindeverbindungsstraße Taxenberg wurden knapp 17000 Euro ausgegeben.

Für die Kanalisierung in der Erweiterung des Baugebiets „Hinzinger Länder“ brauchte man gut 75000 Euro, für die Erweiterung der Sportanlage nochmals 51000 Euro. Der Pumptrack wurde 2020 weitestgehend fertiggestellt.

Die Errichtung der Kinderkrippe verursachte noch Kosten von 30000 Euro, die Umsetzung der örtlichen Maßnahmen im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Römerregion Chiemsee“ 20000 Euro. Die Leader-Förderung dafür wird erst nach der Schlussabrechnung eingehen.igr

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