Kiefersfelden – Der Vorsitzende des „Vereins für behinderte Kinder und Jugendliche im Inntal“, Herbert John, traf sich mit Hannes Huber und seiner Mutter in Kiefersfelden. Nachdem der Spendenbetrag in Höhe von 3000 Euro bereits überwiesen wurde, überreichte Herbert John an Hannes eine CD von Roland Hefter, der im Dezember 2019 ein Benefizkonzert zugunsten des Vereins gegeben hatte. Der Kontakt zur Inntalhilfe wurde von Hannes‘ Schulbegleiter, der mit Herbert John über die Partnerschaft der Inntalhilfe mit der Tnt-Pflege bekannt ist, hergestellt.
Erste OP
mit drei Jahren
Hannes, der mittlerweile 22 Jahre alt ist, wurde das erste Mal im Alter von drei Jahren an einem Gehirntumor operiert (wir berichteten). Nach einer erneuten OP im Alter von 15 Jahren erlitt er während der OP einen Schlaganfall.
Danach war seine rechte Körperseite gelähmt. Mithilfe eines Roboters hat er wieder laufen gelernt. Er übte in der Reha und lernte wieder alles, und die Erinnerung an die Familie kam zurück. Die Halbseitenlähmung blieb und die Erinnerung an seine Freunde kam auch nicht wieder. Trotz der ständigen Rückschläge mit immer wieder wachsenden Tumoren schaffte er den Quali, eine Ausbildung und machte sogar den Führerschein. Mittlerweile hat er auch ein Liegefahrrad.
Bei den vergangenen Untersuchungen wurden jedes Mal neue und größere Tumore festgestellt.
Auch eine molekular-pathologische Gewebeanalyse brachte kein Ergebnis für eine gezielte Behandlung, denn die Tumore, die Hannes hat, gibt es weltweit nur 15-mal und sie sind auch erst seit 1988 bekannt. Derzeit berät ein Ärztegremium in Nürnberg über das weitere Vorgehen.
Hannes wird begleitend ganzheitlich von einem Arzt für energetische Medizin behandelt. Die Kosten werden aber von der Krankenkasse nicht übernommen. Deshalb hat die Schwester von Hannes im Internet einen Spendenaufruf gestartet.
Der Arzt hat ihm aber auch gesagt, dass er sein Möglichstes tun wird, ihm aber nichts versprechen kann. Nach den erfolgten Bestrahlungen und der Behandlung sind die Tumore kleiner geworden. Ihm geht es wesentlich besser, sodass er von seinem hundertprozentigen Schwerbehindertengrad heruntergestuft werden soll. Aber dagegen wehrt er sich.
Hofft auf Stelle in
Gemeindeverwaltung
Seine ehemaligen Freunde waren bei der Spendenaktion auf www.gofundme.com alle gleich voll dabei. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen in einer Klinik wurde er nicht übernommen. Nachdem es ihm jetzt besser geht, möchte er gerne wieder arbeiten. Am liebsten wäre ihm eine Stelle in einer Gemeindeverwaltung mit einer geregelten Arbeitszeit. eri