Rosenheim – Die Rosenheimer Bundespolizei beschuldigt einen Taxifahrer, zwei türkische Staatsangehörige eingeschleust zu haben. Der Fahrer aus München, der ebenfalls türkische Wurzeln hat, wurde Dienstagnacht bei Grenzkontrollen auf der A93 nahe Kiefersfelden gestoppt. Seine Fahrgäste wollten sich offenbar den illegalen Aufenthalt in Deutschland mit Handy-Bildern erschwindeln. Bundespolizisten durchschauten den Schwindel. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich bei den zwei Migranten um türkische Staatsangehörige. Sie zeigten den Beamten mithilfe ihrer Mobiltelefone Fotos von Urkunden, die belegen sollten, dass sie seit acht beziehungsweise 18 Jahren in Deutschland leben. In einer ersten Befragung noch in der Kontrollstelle wurde deutlich, dass beide der deutschen Sprache nicht mächtig sind. Zudem stellten die Polizisten fest, dass die Personen auf den abfotografierten Papieren nicht mit den 21 und 22 Jahre alten Türken übereinstimmten. Zusammen mit ihrem Fahrer wurden sie zur Bundespolizei gebracht. Laut Polizei berichteten die mutmaßlich Geschleusten dort, zunächst mit einem Güterzug von Italien nach Österreich gefahren zu sein. Dort hätte sie ihr Landsmann abgeholt. Der vorläufig festgenommene Taxifahrer gab sich ahnungslos. Die Fahrt sei doch nur eine Art Hilfsdienst gewesen und sollte vom Bezirk Kufstein nach Regensburg führen. Nachdem er wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt worden war, konnte der in München gemeldete Mann die Heimreise antreten. Das Fahrzeug und alle Mobiltelefone beschlagnahmte die Bundespolizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft hin. Die beiden Begleiter wurden wegen des illegalen Einreiseversuchs und des Missbrauchs von Ausweispapieren angezeigt und an eine Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge weitergeleitet.