Nachruf

von Redaktion

Vogtareuth-Straßkirchen – Zahlreiche Trauergäste verabschiedeten sich in der Filialkirche Straßkirchen von Walter Neugebauer, der an einer kurzen, schweren Krankheit im Alter von 63 Jahren verstarb. Pfarrer Weingärtner und Diakon Eugen Peter zelebrierten den würdig gestalteten Trauergottesdienst, der von Musikern und Sängern feierlich umrahmt wurde.

Walter Neugebauer wurde am 26. März 1957 in Vogtareuth geboren, wo er bei den Eltern mit drei jüngeren Brüdern aufwuchs. Nach der Schulzeit begann er 1974 eine Ausbildung bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei, die er 1977 erfolgreich abschloss. Seine Fähigkeiten und Führungsqualitäten ermöglichten ihm ein Studium an der Bayerischen Beamtenfachhochschule und den Eintritt in den gehobenen Polizeivollzugsdienst.

Das Leben des nun Verstorbenen war von Pflichtbewusstsein geprägt. Er arbeitete als Dienstgruppenleiter in den Polizeiinspektionen Prien und Brannenburg, bevor er 1991 zur Polizeidirektion Rosenheim wechselte und bis 2012 als ein Leiter in der Einsatzzentrale über 20 Jahre lang hohe Verantwortung im Schichtdienst übernahm.

2017 trat er, nachdem er seine letzten Dienstjahre im Bereich Einsatztechnik verbracht hatte, in den Ruhestand ein. Besonders freute er sich darauf, nun endlich mehr Zeit für die Familie mit den fünf Enkelkindern, das Reisen und seine geliebten Berge zu haben. Die Familie, insbesondere seine Frau Rita, mit der er 1985 in der Filialkirche Straßkirchen den Bund der Ehe schloss, und die vier gemeinsamen Kinder waren sein Lebensmittelpunkt.

Walter Neugebauer engagierte sich auch vielseitig ehrenamtlich. Er war Mitglied im Elternbeirat, beim Schützenverein, der Schachgemeinschaft und leidenschaftlicher Sänger im Kirchenchor. Seit dem Jahr 2000 war er als Kassier beim Obst- und Gartenbauverein tätig. Mit Hingabe kümmerte er sich als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Vogtareuth-Sorède um die Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft.

Eine bewegende Trauerrede hielt Diakon Eugen Peter. Er hob besonders die vielfältigen Interessen von Walter Neugebauer an den Dingen des Lebens hervor. Dessen direkte, offene Art und die Verlässlichkeit seiner Aussagen hätten ihn zu einem geschätzten Gesprächs- und Diskussionspartner gemacht, der Kontroversen nicht gescheut und mit seiner hilfsbereiten und humorvollen Seite schnell Vertrauen aufgebaut hätte. So mancher habe Rat und Hilfe bei ihm gesucht.

Eine Krankheitsdiagnose stellte jedoch seine Pläne und sein Leben auf den Kopf. Und auch jetzt waren es die Familie und engste Angehörige sowie Freunde, bei denen er neben seinem festen Glauben Kraft und Halt schöpfte, und die ihn bis zuletzt begleiteten.

Nach der Einsegnung am Grab verabschiedete sich die Familie von Walter mit den emotionalen Liedern „Irgendwann“ und „Amoi seg ma uns wieder“.

Die ehemaligen Arbeitskollegen des Polizeipräsidiums Oberbayern, die Vereinsvorstände mit den Fahnenabordnungen und der Kirchenchor würdigten in ihren Ansprachen seine teils jahrzehntelangen Dienste mit sehr persönlichen Abschiedsworten. Mit einem Gesang erwiesen ihm Chormitglieder die letzte Ehre.

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