Ein offenes und lebendiges Miteinander

von Redaktion

Eine Jugend- und Seniorenbefragung zeigt Wünsche und Verbesserungsmöglichkeiten

Für die ältere Generation ist der Dorfplatz von zentraler Bedeutung. Foto Kirchner

Söchtenau – Was gefällt, was kann verbessert werden? Die Antwort auf diese und andere Fragen wurden im Zuge einer Jugend- und Seniorenbefragung der Gemeinde Söchtenau beantwortet. Lorenz Liegl, Jugendbeauftragter, und Florian Ott, Seniorenbeauftragter, stellten die Ergebnisse in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Trotz geringer Beteiligung – insgesamt 20 Jugendliche und 17 Senioren – war der Konsens unter den Befragten: „prinzipiell zufrieden“.

Die Befragten bewerteten die Badeplätze, die Spiel- und Sportplätze, die Natur drumherum, den Dorfplatz und die Vereine positiv. Allein die fehlende ÖPNV-Anbindung zwischen den Ortsteilen und über die Gemeindegrenzen hinweg kam bei beiden Altersgruppen nicht gut weg. Die ältere Generation regte hier als Vorschlag eine Zusammenarbeit mit dem AST (das AST der Stadt Rosenheim betreibt einen Verkehrsverbund mit Riedering, Stephanskirchen Rohrdorf, Anm. der Red.) an.

Es gibt viele Ideen
zur Verbesserung

Was sollte geändert werden? Auf diese Frage gab es mannigfache Antworten. Die Jugend wünschte sich mehrheitlich noch einen Skaterpark oder eine BMX-Bahn sowie Fuß- und Radwege zu allen Sport- und Spielplätzen. Auch eine Kletterhalle, ein Jugendtreff, ein Outdoor-Trainingsplatz und eine 30er-Zone in Schwabering standen auf der Wunschliste. Die Jugendlichen gaben auch an, sich mehr einbringen zu wollen, sei es bei Projekten oder in der Vereinsarbeit. Wichtig war den jungen Menschen auch ein offenes und lebendiges Miteinander.

Die Senioren äußerten ebenfalls den Wunsch nach mehr Rad- und Gehwegen sowie nach Wanderwegen. Mehrfach genannt wurde auch das Konzept für betreutes Wohnen und eine Pflegeeinrichtung. Gezielte Seniorenangebote wie Vorträge und Infoveranstaltungen, Hilfe im Haus und Garten und Begleitdienste wurden ebenfalls aufgeführt.

Jugendbeauftragter Liegl und Seniorenbeauftragter Ott zogen als Fazit, dass sowohl die Jugend als auch die ältere Generation Söchtenaus „prinzipiell zufrieden“ sei. Was die Jugendlichen angehe, so solle die Gemeinde die baulichen Themen wie Radwege, Spielplätze und die Verbesserung des ÖPNV im Auge behalten, gab Liegl dem Gemeinderat mit. Und für die ältere Generation brauche es langfristig ein Konzept fürs Wohnen im Alter und für Pflegeeinrichtungen, erklärte Seniorenbeauftragter Ott.

Theresia Schöberl (Freie Wählerschaft Söchtenau) hakte nach, warum bei den Jugendlichen nur so wenig Rückläufer kamen. Johannes Ottinger (Wählergruppe Schwabering-Krottenmühl) befand die Umfrage als nicht repräsentativ. Man dürfe die Jugend nicht aus den Augen verlieren. Fraktionskollegin Gudrun Weber hingegen sagte, dass mit der Umfrage ein Anfang gemacht sei. Liegl erklärte, dass der Fragebogen über das Gemeindeblatt und die Homepage der Gemeinde Söchentau kommuniziert wurde.

Ortstermin mit
Straßenbauamt

Ottinger befand den Verkehr als wichtigsten Punkt. Die Staatsstraße trenne Schwabering von Krottenmühl, ein Tunnel oder ein Kreisel fördere hier das Zusammenkommen, lautete sein Vorschlag. Ein Punkt, dem auch Bürgermeister Bernhard Summerer (Wählergruppe Schwabering-Krottenmühl) zustimmte: „Der Verkehr heutzutage ist nicht vergleichbar mit dem meiner Jugend.“ Maximilian Forstner (Freie Wählerschaft Söchtenau) schlug in die gleiche Kerbe. Es dürfe nicht soweit kommen, dass erst etwas passieren müsse, ehe reagiert werde. Natzing oder Vogtareuth hätten schlussendlich auch einen Kreisel bekommen. Die bisherigen Gespräche mit dem Straßenbau seien „schon sehr ernüchternd gewesen“, schränkte Bürgermeister Summerer ein. Gleichwohl fand sein Vorschlag, das Straßenbauamt zu einem Ortstermin oder in eine Sitzung einzuladen, wohlmeinendes Nicken im Gremium.

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