Raubling – Einem Marathonlauf kommt die Entstehung der neuen Schulsporthalle Raubling am nächsten. Der Startschuss fiel 2008, als die ersten Gedanken und Diskussionen für eine benötigte Halle angingen und auf der Strecke bis heute wurden mit der Ermittlung von Bedarf, Standortfragen und finanzieller Machbarkeit viele Herausforderungen zurückgelegt.
Wie diese mit knapp 7,3 Millionen Euro größte Investition in der Gemeindegeschichte von Raubling bewältigt wurde, verdeutlichte Bürgermeister Olaf Kaslperger bei der Segnung und dem Durchschneiden eines Symbolbandes am Haupteingang. „Ich behaupte, es ist ein Erfolg, eine Erfolgsgeschichte, der Gemeinderat wird mir recht geben“, sagt er.
Die ersten Gedanken, ob, wie, wo und welche Halle, wurden 2013, mit einer Idee des TuS Raubling, eine Kaltsporthalle in der Arzerwiese zu errichten, konkreter. Da diese Bauweise nur eine Fußballhalle vorgesehen hätte, war die Idee schnell wieder vom Tisch. Daraufhin nahm man die Rimstinger Halle als Vorbild und konkretere Planungen folgten. In der ersten Klausur 2015 beriet man, ob die Halle finanziell zu stemmen sei. Im Haushaltsplan 2017 wurden die damals vorausgerechneten Baukosten von etwa 5,5 Millionen Euro eingeplant. Dass diese Summe nicht zu halten sei, stellte sich bald heraus und der Gemeinderat ging in eine weitere Klausur, weil in der Zwischenzeit durch Preissteigerungen und Unvorhergesehenes die Bausumme auf etwa 7,3 Millionen Euro kalkuliert werden musste. „Ich hoffe, dass die ,Schwarzseher‘ mit 8 Millionen Euro nicht recht bekommen“, so das Gemeindeoberhaupt, das inzwischen seine Bestätigung bekommen hat.
Schließlich erfolgte im April 2019 der erste Spatenstich direkt neben der Michael-Ende-Schule. Geplant war die Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2020, soweit liefen die Baumaßnahmen im Großen und Ganzen im Zeitplan, wenn da nicht die unsägliche Corona Pandemie den Betrieb auf der Strecke ausgebremst hätte. Erst vor wenigen Wochen statt im Herbst letzten Jahres durften Schüler die neue Halle zum Sportunterricht nutzen.
Bauleiter Architekt Simon Bauer vom Planungsbüro Strasser in Traunstein erzählte den Werdegang aus seiner Sicht. Zwischen zwei Standorten, (einer anderer neben dem Tennis- und Spielplatz), sei dieser der Sinnvollere gewesen, folgerte er. „Ich hoffe, dass sie lange so steht, wie sie jetzt dasteht“, band er in seine Dankesworte ein.
Der katholische Diakon Josef Jackl und der evangelische Pfarrer Michael Krauß nahmen die Segnung vor, ein Bläserquartett vom Lehrerkollegium der Michael-Ende-Schule mit Andreas Zintl, Rektor Markus Beham, Martina Kreidl und Julia Huschle spielte unter anderem „Irische Segenswünsche“, letztendlich wurde zur Eröffnung ein symbolisches Band durchgeschnitten. An der Schere hantierten Rektor Markus Beham, Bauleiter Simon Bauer, Bürgermeister Olaf Kalsperger, Andreas Schober, Ehrenvorsitzender ASV Großholzhausen, und Ottmar Konrad, Zweiter Vorstand TuS Raubling.
Neben dem Schulsport kann die Halle auch für Vereinssport genutzt werden. Ein Tag der offenen Tür sei laut Bürgermeister Kalsperger lediglich verschoben, aber längst nicht aufgehoben. ru