„Earth Night“ weist auf Lichtverschmutzung hin

von Redaktion

Frasdorf schaltet Lichter in allen öffentlichen Gebäuden aus

Frasdorf – In Frasdorf gehen am Dienstag, 7. September, in der Nacht die Lichter aus. Einstimmig beschloss der Frasdorfer Gemeinderat, sich an der zweiten „Earth Night“ zu beteiligen und ab 22 Uhr die Lichter in allen öffentlichen Gebäuden auszuschalten. Die Beleuchtung des Frasdorfer Kirchturms als weithin sichtbaren Leuchtturm ist in diesem Jahr – anders als im Vorjahr – kein Thema, da die laufenden Bauarbeiten bis zu diesem Zeitpunkt nicht abgeschlossen sein werden. Der eingerüstete Turm wird aktuell nicht angestrahlt.

Das Gremium einigte sich darauf, dass die innerörtliche Straßenbeleuchtung wegen der Verkehrssicherheit eingeschaltet bleiben müsse. Gemeinderätin Meike Buchauer (PFWF) regte an, den Anwohnern zu empfehlen, die Werbebeleuchtungen auszuschalten. Franz Voggenauer (CSU) hingegen bemängelte, dass an einem Abend im September das Licht ausgeschaltet werden solle, mit der bald darauf folgenden Weihnachtsbeleuchtung an den Häusern und in den Vorgärten aber ein Vielfaches an Lichtverschmutzung erzeugt werde. Kritisiert wurde zudem, dass die vielen Autos auf der Autobahn mit ihren hellen Scheinwerfern die Umgebung taghell erscheinen lassen, aber an dieser Stelle über keine Beschränkung oder Verminderung des Verkehrs und des Lichtes nachgedacht wird.

Die Initiative „Earth Night“ will mit dieser Aktion auf den exzessiven Gebrauch von Kunstlicht und die daraus resultierende Lichtverschmutzung hinweisen sowie auf die damit verbundenen negativen Folgen für Umwelt, Mensch und Tier aufmerksam machen.

„Die bayerischen Kirchtürme sind für uns Fernfahrer bei Tag und Nacht das, was die Leuchttürme an der See für die Seefahrt sind. Es ist gut, diese ,Leuchttürme im Binnenland‘ zu haben, sie erleichtern uns das Fahren und die Orientierung“, so Fernfahrer Darius Birulis aus Litauen an der Frasdorfer Tankstelle.reh

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