Eggstätt – Der Mühlenweg soll beibehalten werden: Mit einem klaren Votum von 55 Prozent sprachen sich Eggstätts Bürger für den alten Standort Mühlenweg aus. Wo bisher der gemeindliche Kindergarten „Villa Sonnenschein“ residierte, soll nun auch der neue Kindergarten mit Kinderkrippe entstehen.
Spannende
Präsentation
Nikola Richter vom Planungsbüro Ingevost, das die Bürgerbefragung ausgerichtet hatte, gestaltete die Präsentation des Abstimmungsergebnisses in der jüngsten Gemeinderatsitzung spannend. So ging sie erst auf die Historie der Gemeinderatsbeschlüsse ein, die zur Bürgerbefragung zwischen dem 1. und 13. Juli 2021 geführt hatten und berichtete, dass 2421 Wahlberechtigte Bürger ab 16 Jahren (Stichtag 15. Juni 2021) angeschrieben worden seien. 1492 Karten seien zurückgesandt worden. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 62 Prozent.
Das Ergebnis: 55 Prozent (825 Bürger) hätten für die Beibehaltung des Standorts Mühlenweg gestimmt, 43 Prozent (637 Bürger) für den Standort Obinger Straße gestimmt. Nur zwei Prozent aller Stimmberechtigten hätten angekreuzt, keine Meinung zu dem Thema zu haben. Alles in allem stehe die Abstimmung für eine „hohe Bürgerbeteiligung und eine klare Meinung.“
Bürgermeister Christian Glas (FBE), der sich für den neuen Standort Obinger Straße stark gemacht hatte, erklärte, dass man sich mit der Bürgerinitiative dahingehend abgestimmt habe, dass es keine weiteren Debatten geben solle. Stattdessen werden beide Seiten jeweils ein Statement abgeben. Jakob Illi (Grüne) als Vertreter pro Mühlenweg bedankte sich für die hohe Beteiligung: „Ein tolles Ergebnis, ein klare Votum.“ Nun müsse man „Gas geben für unsere Kinder und die Ärmel hochkrempeln.“
Dank für die
hohe Beteiligung
Glas bedankte sich ebenfalls bei allen Beteiligten, und erwähnte auch die Verwaltung, die Rückantworten ungesehen an Ingevost weitergeleitet habe. Er sei über den Ausgang „nicht sonderlich erfreut“, aber nun gelte es, „neu zu planen und den neuen Standort zu akzeptieren.“ Die angedachten Vorhaben wie Sitzungssaal, Tiefgarage und weitere Mitarbeiterräume seien damit vom Tisch. Das Vorhaben käme somit billiger. Allein die Hackschnitzelanlage sollte man weiterverfolgen, befand der Rathauschef. „Deckel drauf“, beschied Bürgermeister Glas und gratulierte den Siegern: „Das sind unsere Kinder.“