Arbeitskreis hat viele Ideen

von Redaktion

Die Gemeinde Bad Endorf möchte einen Skate- und Dirt-Bike-Park errichten

Bad Endorf – Die Marktgemeinderäte in Bad Endorf haben sich in einer vergangenen Gemeinderatssitzung für die weitere Planung eines Skateparks und eines Dirt-Bike-Parks an der Hans-Kögl-Straße ausgesprochen. Dazu wurde das Kostenbudget für die Planung des Freizeitgeländes auf 160000 Euro erhöht. Die Marktgemeinde Bad Endorf versucht aus verschiedenen Fördertöpfen, Gelder zu generieren. Unter anderem übernimmt die europäische Leader-Förderung 50 Prozent der Kosten. Ebenfalls wird derzeit geprüft, ob rund 20000 Euro von der Stiftung „Markt Bad Endorf“ GmbH übernommen werden kann. 10000 Euro werden über Spenden finanziert.

Standort neben Bolzplatz

Wie könnten ein Skatepark und ein Dirt-Bike-Park in der Gemeinde Bad Endorf aussehen? Dazu präsentierten die Marktgemeinderäte Johann Webersberger (CSU) und Christian Wiebel (Aktionsbündnis für Bad Endorf) die Ergebnisse aus dem entsprechenden Arbeitskreis. Die Planung sehe derzeit eine „Welcome-Zone“ (dt.: Willkommensbereich) vor, die über einen zentralen Zugang zwischen Skatepark und Beach-Volleyballfeld erreicht werden kann. Teile des jetzigen Bolzplatzes werden dann zum Willkommensbereich, der zum Sitzen, Pausieren und Zuschauen einladen soll. „Ein Trinkbrunnen wäre hier toll“, sagt Webersberger.

Der Skatepark soll neben dem Volleyballplatz entstehen. „Wichtig ist, dass es eine feste Grenzkonstruktion gibt“, führt Webersberger aus. So könne sichergestellt werden, dass der Sand des Volleyballfeldes nicht auf den Skatepark geweht wird. Der Arbeitskreis hat bereits erste Planungen zu den Hindernissen des Skateparks vorgenommen. Der 20 mal 26 Meter große Platz könnte elf Hindernisse, wie Pipes, Rampen von denen die Skateboarder fahren können, eine Stange sowie Podeste um Tricks zu üben, haben.

Der Arbeitskreis hat sich unverbindliche Angebote von mehreren großen Firmen eingeholt. „Wir gehen daher davon aus, dass die Kosten für den Skatepark ungefähr bei 120000 Euro liegen“, so Webersberger. Unterstützung beim Bau könnten vom Bauhof und dem Arbeitskreis selber kommen.

Der Dirt-Bike-Park soll in der unmittelbaren Nähe des Skateparks entstehen. Die Welcome-Zone kann der Beginn der Strecke sein. Wobei ein Ortstermin gezeigt habe, dass der Dirt-Bike-Park nördlich und westlich des Kunstrasenplatzes gebaut werden könnte, erklärt Webersberger. Dabei soll der Bikepark Anfänger wie Fortgeschrittene ansprechen. Er könnte unter anderem einen Geschicklichkeits-Parcours, eine Mini Table Line und eine Dirt- und Slopestyle Line enthalten.

Im Gegensatz zum geteerten Skatepark soll der Dirt-Bike-Park aus dem lehmhaltigen Aushubmaterial und Holzrampen entstehen.

Der Arbeitskreis geht deswegen derzeit von Kosten in Höhe von rund 40000 Euro aus. Für das gesamte Projekt Skate- und Dirt-Bike-Park würden entsprechend Kosten von rund 160000 Euro anfallen.

Bürgermeister Alois Loferer (CSU) lobte den Arbeitskreis. „Es ist bemerkenswert, was hier in kurzer Zeit im Arbeitskreis entstanden ist. Nun liegt es an uns, das Projekt auf die Reise zu schicken.“

Förderung muss
noch geklärt werden

Damit die Verwaltung das Projekt entsprechend vorantreiben kann, mussten die Marktgemeinderäte erst dem finanziellen Planungsvolumen von rund 160000 Euro zustimmen. Denn im Haushalt waren für den Skate- und Dirt-Bike-Park nur rund 50000 Euro Eigenbeteiligung vorgesehen. Mit einer Leaderförderung, die die Hälfte der Kosten übernimmt, und der Spende liegt die Marktgemeinde bei einer Eigenbeteiligung von knapp 70000 Euro. Sollte die Stiftung „Markt Bad Endorf“ 20000 Euro übernehmen, könnte der Eigenanteil wieder auf die 50000 Euro gesenkt werden. Um eine Förderung abzuklären, mussten die Marktgemeinderäte erst den erhöhten Kosten zustimmen.

Das taten sie einstimmig. Der Bürgermeister geht davon aus, dass in zwei drei Monaten die Ausschreibungen zu dem Projekt beginnen können.

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