Zum Bericht „Café rein in den Ort, Spielgeräte raus“, erschienen im Lokalteil:
Kann es denn für ein Dorf etwas Schöneres geben, als noch einen alteingesessenen Handwerksbetrieb mitten im Ort zu haben, wo sich etwas rührt und der Leben ins Dorf bringt? Besonders wenn es sich um eine Firma wie Richter Spielgeräte handelt, wo noch nicht im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr gearbeitet wird oder um vier Uhr morgens Lkw verladen werden. Hier geht der Arbeitstag noch von sieben bis fünf und ab Freitagmittag haben die Anwohner gänzlich ihre Ruhe. Zufriedene und freundliche Mitarbeiter, die in ihrer Brotzeitpause beim Bäcker und Metzger Umsatz machen. Ein Spielplatz, der über die Ortsgrenze hinaus Klein und Groß zum Strahlen bringt, finanziert von der Firma Richter. Ganz zu schweigen von der sozialen Einstellung der Firmeninhaber. Es werden Vereine unterstützt und wenn es irgendwo im Ort eine Notsituation gibt, hilft garantiert als Erstes die Firma Richter und schickt schon mal einen Trupp Mitarbeiter auf Firmenkosten zu Hilfe. Es ist eben nicht jedermanns Sache, eine eintönige Produktionshalle auf die grüne Wiese zu klatschen, wenn man auf dem bestehenden Gelände zwar etwas eingeschränkter, aber dafür viel gemütlicher und einzigartiger arbeiten kann. So eine Firma mit einem Krebsgeschwür zu vergleichen und sich lieber ein Café oder eine Wohnsiedlung zu wünschen, ist sicher genau der falsche Ansatz, wenn man die Verödung eines Ortskernes aufhalten möchte. Gut, dass dies die Mehrheit der Frasdorfer genauso sehen dürfte und es sich beim Verfasser dieser Petition wohl nur um einen einzelnen „Irrläufer“ handeln kann.
Magdalena Arbinger
Stephanskirchen