Erste Parkour-Anlage für die Region?

von Redaktion

Kiefersfeldener Sportler stellt Projektidee vor – Gemeinderat ist angefixt

Kiefersfelden – „Parkour ist die Kunst der effizienten Fortbewegung“, begeisterte sich der Kieferer Sportler Peter Reiter bei der Vorstellung seiner Idee in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Da es sich um eine Projektvorstellung und keine Abstimmungsvorlage handelte, wurde seitens des Gemeinderates noch kein Beschluss zur Umsetzung gefasst.

Das Gremium zeigte sich von der Vorstellung einer Parkour-Anlage jedoch angetan.

Bewegungsfluss
und Kontrolle

Reiter wirbt für die Erstellung einer frei zugänglichen Parkour-Anlage: Parkour, so seine Ausführungen, bezeichnet eine Fortbewegungsart, deren Ziel es ist, mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient von Punkt A nach Punkt B zu gelangen und dabei Hindernisse durch Sprünge und Geschick schnell zu überwinden. Bewegungsfluss und Kontrolle stünden dabei im Vordergrund.

Um dies effektiv und ohne große Unfallgefahr auszuüben, bedürfe es einer kleinen Anlage variantenreicher Hindernisse mit Holzbalken, Steilwänden und Reckstangen auf gesichertem Untergrund.

Reiter sieht in einer solchen Anlage einen Magneten für Jung und Alt, da die einzelnen Segmente zum generationenübergreifenden Miteinander animieren: „Hier werden Grenzen des eigenen Körpers und des Kopfes überwunden und Fitness gefördert.“

Davon zeigten sich auch zahlreiche Gemeinderäte überzeugt, wobei die Eignung für ältere Mitbürger angezweifelt wurde. Punkten konnte die Anlage jedoch mit ihrer Einzigartigkeit: „So etwas gibt es im Freien weit und breit nicht“, machte Reiter deutlich.

Als möglichen Standort wurde seitens der Gemeindeführung der Spielplatzbereich am Bahnhofsvorplatz vorgeschlagen. Reiter hingegen dachte an den Kohlstattpark: „Das wäre ein Hammerstandort.“

Gemeinderat Albert Weingart (Grüne) sah in der Versiegelung des Anlagenuntergrundes einen großen Kritikpunkt: „Aus Haftungsgründen müsste der Boden in großen Teilen gepflastert oder mit Plastikgranulat ausgelegt werden. Nicht umweltfreundlich.“

Ungeklärt sei zudem der Finanzbedarf: Erste Schätzungen liegen bei über 100000 Euro. Bürgermeister Hajo Gruber (UW) sieht hier aber gute Chancen für das Einbinden von Sponsoren.

Finanzierung und
Standort ungeklärt

Tobias Fritz (CSU) regte die schnellstmögliche Gründung einer Sparte „Parkour“ beim ASV an, um Mitglieder und damit Unterstützung zu finden: „Das würde weitere Schritte begünstigen.“

Einen Beschluss gab es nicht, Bürgermeister Hajo Gruber (UW) sah jedoch eine deutliche Stimmung des Gremiums zugunsten des Projektes.

„Vorab müssen aber noch die Finanzierung und der Standort geklärt werden“, sagte Gruber.

Die Umsetzung des Projekts würde etwa zwei Jahre dauern, schätzten die Gemeinderäte.

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