Große Freude über neuen Lkw mit Kran

von Redaktion

Der Bauhof Vogtareuth kann das Fahrzeug für viele anstehende Arbeiten einsetzen

Vogtareuth – Für die Mitarbeiter des Vogtareuther Bauhofes gab es unlängst so etwas wie ein vorgezogenes Weihnachtsfest – zumindest was das „Geschenk“ anbelangt. Dort wurde nämlich der neue Lkw angeliefert und auch gleich von Pfarrer Guido Seidenberger gesegnet.

Altes Fahrzeug
hat ausgedient

Um die Freude des Bauhoftrupps über das neue Fahrzeug zu verstehen, muss man wissen, mit was die Mitarbeiter bislang unterwegs waren. Mit einem Laster, der 24 Jahre alt war und dieses Alter auch nicht mehr verleugnen konnte: Mal gab der Scheibenwischer den Geist auf, mal riss der Gaszug und immer wieder sprang während der Fahrt der Gang heraus. Kein Spaß, mit so etwas arbeiten zu müssen. Schon gar nicht, wenn man nicht mal weiß, ob man den Bauhof überhaupt mit dem Lkw verlassen kann. Im vergangenen Winter war, wie Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter erzählt, nach einer Nacht mit ergiebigem Schneefall das Gefährt am frühen Morgen nicht zum Schneeräumen in Bewegung zu setzen. Die Lichtmaschine war im Eimer.

Zumindest fahrzeugtechnisch haben jetzt auch harte Winter für Vogtareuths Bauhofteam keine Schrecken mehr, doch der Lkw kann natürlich noch viel mehr. Er ist mit einem kleinen Kran ausgerüstet, was ihn zu einer Allzweckwaffe für den Bauhof macht. Da Vogtareuth über keinen eigenen Bagger verfügt, musste selbst für kleinere Arbeiten, etwa der Beseitigung eines Kanalschadens, einer angemietet werden. Das gehört nun der Vergangenheit an. Der Lkw baggert selbst und hat auf seiner Ladefläche auch genügend Platz für etwaigen Aushub. Auch für das Herabsetzen von festem und dabei schwerem Ladegut ist nun nicht mehr die Hilfe eines Radladers erforderlich. Der eigene Kran macht das Fahrzeug autark.

Dabei, so Leitmannstetter, habe man sich die Entscheidung „Fahrzeug mit oder ohne Kran“ nicht leicht gemacht, schließlich schlägt er mit etwa 70000 Euro von den Gesamtkosten von 230000 Euro zu Buche. Am Ende entschloss sich der Gemeinderat aber doch dafür, Nägel mit Köpfen zu machen, schließlich wird auch das neue Fahrzeug wahrscheinlich viele Jahre, um nicht zu sagen Jahrzehnte, im Dienst sein. Diejenigen, die davon direkt betroffen sind, die Mitarbeiter des Bauhofs, sind von den zusätzlichen Möglichkeiten und der damit verbundenen Arbeitserleichterung sowieso rundum begeistert.

Wie bedeutend ein Lkw mit Kran bei den Arbeiten eines Bauhofs ist, zeigt ein Ortstermin beim Bauhof Söchtenau. Die Angestellten hätten zum Beispiel unlängst erzählt, so Leitmannstetter, dass sie im Notfall alles hergäben, nur den Lkw mit seinem Kran nicht. Dort war man seitens der Gemeinde übrigens nicht von ungefähr gewesen, denn der geplante neue Vogtareuther Bauhof soll nach dem Vorbild des Söchtenauers erstellt werden. Im September auf der Sitzung nach der Sommerpause wird der Gemeinderat die Pläne vorgestellt bekommen. Den Winter will man für die Ausschreibungen nutzen, im Frühjahr soll Baubeginn sein und zum Ende nächsten Jahres könnte man, wenn alles glatt läuft, bereits einziehen. Dann wird für den Bauhoftrupp wirklich Weihnachten sein. Denn dann ist alles, was für ein vernünftiges Arbeiten benötigt wird, unter einem Dach und nicht wie jetzt zeitfressend auf fünf Standorte verteilt.

Vernünftige
Arbeitsbedingungen

Auch die Mitarbeiter werden endlich vernünftige Arbeitsbedingungen haben. Derzeit, sagt Leitmannstetter scherzhaft, wäre bei etwaigen Stellenausschreibungen die Forderung „Körpergröße bitte unter 1,70“ sinnvoll. Wer größer ist, stößt sich am Treppenabgang zur Werkstatt den Kopf, denn die befindet sich derzeit noch im Keller der Schule.jt

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