Prien/Wildenwart – Im Alter von 87 Jahren verstarb Walburga Dörre aus Prien-Gaishacken. Bei der Trauerfeier in der Pfarrkirche „Christkönig“ von Wildenwart erinnerte Pfarrer Josef Schmid an das von Herzlichkeit geprägte Leben der allseits geschätzten „Burgl“.
Aufgewachsen auf dem Ledererhof in Hendenham lernte sie schon früh das familiäre Zusammensein und -helfen im Haus, im Stall und auf dem Feld kennen. Als Dorfhelferin, als Mutter und Oma war sie stets für ihre Familie da. „Bei der Pflege ihres Vaters und ihres Onkels und auch beim frühen Tod ihres Schwiegersohnes im Jahr 2019 trugen ihre gewachsenen Wurzeln der Herzlichkeit Früchte, sie opferte ihre Zeit mit Hingabe den Pflegebedürftigen und den Trauernden“, so der Geistliche, und er fügte noch ihr Lebensmotto hinzu: „Das tragen wir gemeinsam“. Schmid dankte Walburga Dörre auch für ihre Lebensfreude und für ihren starken Glauben.
Die musikalische Gestaltung der Trauerfeier übernahm der Kirchenchor Wildenwart. Auf dem Friedhof spielten die Bläser aus der Wildenwarter Blaskapelle.
Stellvertretender Vorsitzender Christian Stoib vom Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“ sprach im Beisein der Vereins-Fahnenabordnung einen Nachruf auf die Verstorbene. Dörre war seit 1950 im Verein dabei, wurde 1994 zum Ehrenmitglied ernannt und wäre im Vorjahr für 70-jährige Treue geehrt worden, was aber wegen der Pandemie nicht möglich war. Schon im Jahr 2010 ist sie vom Verein für 60 Jahre Zugehörigkeit geehrt worden und 1991 erhielt sie als aktive Trachtenträgerin das Gauehrenzeichen des Chiemgau-Alpenverbandes für Tracht und Sitte. hoe