Im Einsatz bei Glaube, Gesang und Glut

von Redaktion

Jacqueline Egold wechselt als Gemeindeassistentin von Riedering nach Neubeuern

Riedering – Was haben Kirche, Feuerwehr und Gesang miteinander zu tun? Normalerweise nichts, aber für Jacqueline Egold spielen alle drei eine wichtige Rolle, ist sie doch beruflich als Gemeindeassistentin aktuell für den Pfarrverband Riedering und ab September für den Pfarrverband Neubeuern-Nußdorf tätig. Und in der Freizeit unterstützt sie als Leitung der Jugend und als aktives Mitglied die Feuerwehr Pietzing und verstärkt mit ihrem Alt den Rhythmuschor Söllhuben.

Weit weg: Ins Ausland oder nach Bayern

Seit zwei Jahren wohnt die gebürtige Nordrhein-Westfälin in Riedering. Nach dem Studium der Religionspädagogik stand für die junge Frau fest: „Ich will weg, ganz weit weg“, also entweder ins Ausland oder wenigstens innerhalb von Deutschland woanders hin, um dort erste eigene praktische Erfahrungen im pastoralen Feld zu sammeln.

Gesagt, getan. Sie bewarb sich bei der Erzdiözese München-Freising und wurde angenommen. Im Pfarrverband Riedering unter Anleitung und Begleitung habe sie ihr theoretisches Wissen praktisch verfeinern können, in zwei Jahren steht dann die Prüfung zur Gemeindereferentin an. Das Berufsfeld Gemeindereferentin beinhalte vielseitige Aufgaben, sagt Egold und zählt dazu Begleitung von Gruppen und Gremien, Predigtdienst und Leiten von Gottesdiensten, Seelsorgegespräche, Beerdigungen, Sakramenten-Vorbereitung, Zielgruppenorientiertheit von den Kindern über Jugendliche, Erwachsene bis hin zu Senioren auf.

Durch die Corona-Pandemie aber hat sich vieles verändert, sodass die Gemeindearbeit oftmals online stattfinden muss. Gemeinsam mit dem Team im Pfarrverband habe sie viele neue digitale Formate entwickelt. So habe sie Online-Andachten für Jugendliche konzipiert und geleitet, und sie habe Youtube-Videos für alle Gemeindemitglieder gedreht. Dass die dann bis zu 500 Klicks erzielten, habe sie natürlich sehr gefreut. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt die Nordrhein-Westfälin. Die Umgebung sei wunderschön, aber auch die Gemeinde habe sie mit offenen Armen aufgenommen.

Was vielleicht auch daran liegt, dass sie sich auch außerhalb des pfarrlichen Kontextes einbringt. Schon zu Hause war sie viele Jahre in der Feuerwehr aktiv, kein Wunder also, dass sie das Ehrenamt auch in der neuen Gemeinde fortsetzen wollte. Bei der Feuerwehr Pietzing und bei den First Respondern fand sie rasch Anschluss: „Mit zwölf bin ich beim Löschzug Kirchbrochen eingestiegen.“ Dieses Fachwissen hat sie gleich miteingebracht in Pietzing und sich um die Jugendarbeit der Feuerwehr gekümmert.

Riedering ist und bleibt zweite Heimat

Und wenn nicht gerade ein Pandemie-Lockdown ist, singt sie im Rhythmuschor Söllhuben mit. Auch wenn sie jetzt beruflich von Riedering nach Neubeuern und Nußdorf wechselt, bleibt sie im Gemeindegebiet Riedering wohnen. Und obwohl Familie und Freunde weit weg sind, fühlt sie sich am Simssee wohl: „Ich habe hier eine zweite Heimat gefunden.“

Abschied nehmen am Feiertag

Der Pfarrverband Riedering verabschiedet Jacqueline Egold im Patroziniumsgottesdienst am 15. August um 10.15 Uhr auf dem Kirchplatz in Riedering. Wenn heuer auch kein Pfarrfest stattfindet, bieten sich bei einem coronakonformen Stehempfang genügend Gelegenheiten zum persönlichen Gespräch.

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