Zeitzeugen zu einer Hausmülldeponie aus den 70er-Jahren befragt

von Redaktion

Landratsamt Rosenheim befasst sich mit anonymem Schreiben – Untersuchung in der Gemeinde Eggstätt

Eggstätt – Ein anonymes Schreiben an das Landratsamt Rosenheim, das auch den OVB-Heimatzeitungen vorliegt, hat Untersuchungen vonseiten der zuständigen Behörden ausgelöst. Das Schreiben sei von besorgten Eltern der Gemeinde Eggstätt verfasst worden, heißt es in dem Brief. Zu erkennen geben sie sich aber nicht, da sie sonst „im Ort Spießrutenlaufen“ würden.

In dem Schreiben selber prangern die Verfasser zwei Dinge an. Zum einen eine Hausmülldeponie, die bis in die 70er-Jahre im Gemeindebereich bestand. Laut des unbekannten Verfassers sei die Deponie nur durch Aufschüttungen nach oben abgeriegelt worden und besäße kein Schutz zum Grundwasser. Durch angebliche Fotos könnte hier nachgewiesen werden, dass dort Reifen, alte Autos und Metallfässer gelagert wurden. Auch Grundwasserproben seien an der ehemaligen Deponie entnommen und untersucht worden. Mit anscheinend erschreckendem Ergebnis. Beweise für die Behauptungen lieferte das Schriftstück jedoch nicht.

Das Landratsamt reagierte auf das Schreiben und leitete entsprechende Untersuchungen ein. „Es wurden Luftbilder angefordert und versucht, Zeitzeugen zu finden. Mitte Juli fand ein Ortstermin statt, an dem Eggstätts Bürgermeister Glas sowie Vertreterinnen und Vertreter von Landratsamt und Wasserwirtschaft teilnahmen. Derzeit warten wir auf die Stellungnahme aus dem Wasserwirtschaftsamt“, heißt es vonseiten er Behörde. Hinzuzufügen sei, dass eine Hausmülldeponie bis in die 70er-Jahre etwas völlig Normales war. „Nachdem das Abfallrecht in dieser Zeit geändert worden war, wurden sie zugeschüttet. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Hinweis, dass der Hausmüll damals ein anderer war als heute“, so das Landratsamt.

Ebenfalls wird in dem Schreiben ein Lagerplatz gegenüber dem Klärwerk angeprangert, der angeblich nicht genehmigt sei.

Hierzu äußert sich das Landratsamt wie folgt: „Die Bankette und Gräben entlang der Kreisstraße RO10 werden immer wieder gesäubert.

Das dabei entnommene Material wird am Straßenrand, gegenüber der Kläranlage, zwischengelagert und von dort aus zur Entsorgung gebracht. Auch dieser Sachverhalt wird derzeit noch geprüft.“ Gleichzeitig bittet das Landratsamt, das sich der anonyme Schreiber des Schriftstückes zu erkennen gebe.

Die Gemeinde will sich zu dem Schriftstück nicht äußern und verweist auf die fachliche Kompetenz des Wasserwirtschaftsamtes, das den Sachverhalt derzeit prüft.

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