Bad Endorf – Der Pelhamer See im Bereich der Marktgemeinde Bad Endorf ist bis auf Weiteres für Badegäste gesperrt. Das gab das Landratsamt Rosenheim am gestrigen Montag bekannt. Der Grund ist eine Grenzwertüberschreitung des Enterokokkenwerts.
Ein Mitarbeiter hatte am See einen verstärkten Güllegeruch wahrgenommen. Zusätzlich war das Wasser des Pelhamer Sees stärker getrübt. Eine entnommene Wasserprobe am See ergab einen zu hohen Enterokokkenwert.
„Intestinale Enterokokken gehören zu der mikrobiellen Flora des Verdauungstraktes des Menschen und von Wirbeltieren und Wirbellosen“, erklärt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.
Größere Mengen der Bakterien in Badegewässern deuten auf fäkale Verschmutzungen hin, heißt es seitens der Behörde. „Eine denkbare mögliche Ursache ist hier der Eintrag durch Starkregenereignisse. Beim Verschlucken des Wassers können gastrointestinale Beschwerden auftreten, wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfallerkrankungen“, sagt Hierl. Das könne vor allem bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem beim längeren Baden auch Infektionen des unteren Harntraktes, zum Beispiel Blasenentzündungen oder Wundinfektionen, auslösen.
Wie lange die Sperre des Sees aufrechterhalten wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Das Gesundheitsamt Rosenheim hat bereits weitere Proben am See genommen.
Das ist nicht das erste Mal, dass der Pelhamer See gesperrt wird. Im vergangenen Sommer wurde der See mehrere Tage aufgrund des Verdachts von Blaualgen gesperrt.
Generell wird die Qualität der Badeseen zwischen Mai und September regelmäßig vom Gesundheitsamt kontrolliert. ko