Zum Bericht „Sporthalle soll 8,6 Millionen kosten“ (Lokalteil):
Der Bau der Sporthalle für 8,6 Millionen Euro ist das Ergebnis der Unfähigkeit von Ex-Bürgermeister Solnar und seiner Fraktion, einen Bürgerentscheid zu respektieren. Eine rein funktionale 2,5-fach-Sporthalle für fünf Millionen Euro könnte schon in Betrieb sein. Noch unbegreiflicher ist aber die Entscheidung des neuen Gemeinderats. Noch vor einem halben Jahr waren sich alle einig, dass aufgrund der angespannten Finanzlage, die „Reißleine“ bei 7,5 Millionen Euro gezogen werden muss.
Trotzdem war man nicht im Stande, eine Sporthalle, die dieser Vorgabe entspricht, zu planen. Man will entgegen aller Vernunft, eine Luxusausführung, um den WSV Aschau zufriedenzustellen.
Pflichtaufgabe der Gemeinde Aschau ist der Bau einer Einfachturnhalle für rund 2,5 Millionen Euro. Auch eine rein funktionale 1,5-fach-Sporthalle würde im Vergleich dazu lediglich 5,3 Millionen Euro kosten. Bereits damit würde das derzeitige Sportangebot verdoppelt und der gesamte Bedarf auf Jahrzehnte hinaus abgedeckt werden.
Ist man sich eigentlich bewusst, dass für dieses „Zuckerl“ an den WSV Steuergelder in Millionenhöhe verschwendet werden?
Der Sportverein als Bauherr könnte mit finanzieller Hilfe der Gemeinde den Bau eines Sportheims in Angriff nehmen. Zumal noch dazu eine Förderung von 30 Prozent der Baukosten durch den Bayerischen Landessportverband möglich ist. Mit Engagement und Eigenleistung müsste der WSV Aschau doch in der Lage sein, sein Vereinsheim selbst zu errichten.
Dringend notwendige Pflichtaufgaben, wie der Aus- und Umbau des Seniorenheims, die Instandsetzung der Gemeindestraßen und der Hochwasserschutz werden weiter vor sich hergeschoben.
Franz Kratzer
Aschau