Halfing – Mit Sorgen blicken die Ortsgruppe der Grünen und die Bürgerinitiativen „Halfing gegen Gasbohrung“ und „Pro Halfing“ auf die geplante Erdgasförderung der Firma Wintershall- Dea in Irlach. In ihren Bestrebungen, einer Förderung den Riegel vorzuschieben, bekommen die Initiativen nun Unterstützung aus dem Bayerischen Landtag.
Die Grünen-Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann und Claudia Köhler lehnen eine Erdgasförderung im Halfinger Gemeindegebiet ab. „Die Erschließung neuer Förderstätten ist in Zeiten des Klimawandels nicht mehr sinnvoll“, sagt Claudia Köhler. Mit dem Ziel der Klimaneutralität Deutschlands dürfe in 20 Jahren kein Erdgas mehr gefördert werden. „Angesichts der geplanten Fördermengen fossilen Brennstoffs, dessen Verbrennung täglich etwa 600 Tonnen CO2 zusätzlich in die Atmosphäre abgeben könnten, ist die Erschließung dieser Förderstätte völlig unverständlich“, so Köhler.
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Ludwig Hartmann, plädiert dafür, auf Windkraft und Sonnenenergie zu setzen. Köhler sagte den Bürgerinitiatven zu sich für Transparenz und Dialog in dem Verfahren einzusetzen.
Die Firma Wintershall Dea plant die Erdgasförderung in Irlach wieder aufzunehmen. Derzeit wird vonseiten der Firma überprüft, ob eine Gasförderung in Halfing noch möglich ist. Die Erkundungsbohrungen dazu sollen im März stattfinden. Die Firma sieht Erdgas als Partner der erneuerbaren Energien. Die Förderung von Erdgas sei zur Erreichung der Klimaschutzziele unerlässlich, so Wintershall Dea.