Nußdorf – Der Radweg zwischen Nußdorf und Brannenburg kreuzt gleich mehrfach Straßeneinmündungen und sogar Autobahnzubringer. Um diese Verbindung für Radler sicherer zu machen, hatten die Parteifreien Nußdorf schon vor Monaten den Antrag gestellt, den Radweg auszubauen. Insbesondere deswegen, weil bekannt wurde, dass von Bund und Freistaat hierfür Fördermittel bereitgestellt werden können. Diesen Antrag hatte die Gemeinde an das Staatliche Bauamt Rosenheim weitergeleitet.
Stellungnahme des
Amtes vorgelesen
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde nun die Stellungnahme des Amtes verlesen. Das Bauamt bestätigte, dass entsprechende Vorhaben zum Ausbau der Infrastruktur entlang von Bundes- und Staatsstraßen mit staatlicher Unterstützung gefördert werden, um für die Verkehrssicherheit für Radfahrer zu sorgen.
Eine Aufnahme des Radweges zwischen den beiden Gemeinden in das aktuelle Radwegeprogramm 2020 bis 2024 sei jedoch nicht mehr möglich, so das Staatliche Bauamt. Neue Maßnahmen könnten nur im Zuge einer Fortschreibung des Radwegebauprogramms mit aufgenommen werden. Es bestünde jedoch für die Gemeinde die Möglichkeit, diesen Radweg auch selbst zu bauen. Dazu stünden gegebenenfalls Fördermittel nach dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz zur Verfügung.
Da der Radweg auf Nußdorfer Gemeindegebiet am Inn endet und die kritischen Abschnitte, wie zum Beispiel die Kreuzung des Radwegs mit der Auf- beziehungsweise Abfahrt zur Bundesautobahn oder zu Landstraßen, auf dem Grund der benachbarten Gemeinden Brannenburg und Flintsbach liegen, sei es wichtig auf die nachbarschaftliche Unterstützung zu setzen.
Gemeinde will Projekt
nicht aufgeben
Offizielle Stellungnahmen der beiden Gemeinden dazu lagen bis zum Sitzungstermin nicht vor. Aufgrund von Äußerungen in der Vergangenheit sei jedoch davon auszugehen, dass beide Gemeinden kein großes Interesse an diesem Radweg hätten. Der Grund: Es gäbe dafür keinen Bedarf, meinte Nußdorfs Zweite Bürgermeisterin Susanne Grandauer. Vorrangig käme der Radweg den Nußdorfer Radfahrern und hier insbesondere den zahlreichen Schülern, aber auch dem Tourismus sowie Naherholungssuchenden zugute. Sie rechnet auch nicht damit, dass der Antrag noch einmal von den umliegenden Gemeinden kommentiert wird, da beide sich in der Vergangenheit entsprechend geäußert hätten. Nußdorf allerdings will das Projekt nicht fallen lassen, sondern die weitere Entwicklung abwarten.