Brannenburg – Seit 2015 stehen auf einem rund 2300 Quadratmeter großen Grundstück in der Brannenburger Steinbeisstraße Flüchtlingsunterkünfte in Form von Containern. Nun soll es eine Nutzungsänderung der Räumlichkeiten geben, was die Gerüchteküche in Brannenburg ordentlich brodeln lässt.
Wie Leser berichten, sollen die Container offenbar zukünftig für ein „Quarantäne-Center“ genutzt werden. Auch der Begriff „Corona-Knast“ fällt in diesem Zusammenhang. Es gibt Befürchtungen, dass im Falle einer Quarantäne Bürger in diesen Containern untergebracht werden sollten.
Brannenburgs Bürgermeister Matthias Jokisch (CSU) dementiert diese Gerüchte entschieden. Die Gemeindereferentin, welche auch für Asylfragen zuständig sei, habe das Gespräch mit den Anwohnern bereits gesucht. Die Container sollen laut Jokisch durchaus als Quarantäne-Center genutzt werden, allerdings betrifft dies ausschließlich Flüchtlinge. Sobald die Quarantäne-Zeit beendet ist, sollen diese wieder auf andere Unterkünfte verteilt werden. Eine Sicherheitsfirma werde rund um die Uhr überprüfen, ob die Menschen die Quarantäne einhalten.
Das Landratsamt Rosenheim bestätigt ebenfalls die Nutzungsänderung zu einer Quarantäne-Einrichtung. „Untergebracht werden Personen aus dezentralen Unterkünften, da dort die geltenden Quarantäne-Bestimmungen nicht ausreichend umgesetzt werden können“, heißt es vonseiten der Behörde.
Das Landratsamt Rosenheim hat das Grundstück laut Bürgermeister Jokisch für fünf Jahre gepachtet. Dieser Pachtvertrag sei vor Kurzem zwar ausgelaufen, allerdings noch einmal um zwei Jahre verlängert worden, sagt er. Auf dem Gelände mitten im Wohngebiet hat es dem Bürgermeister zufolge in der Vergangenheit öfter teils schwerwiegende Probleme mit Flüchtlingen gegeben, die dort untergebracht waren. Deshalb soll nun ein neuer Standort in der Gemeinde gesucht werden.Sebastian Aicher