Liebestoller Gockel

von Redaktion

Volkstheater Bad Endorf führt bayerische Klassiker auf

Bad Endorf – Nach langer Probenzeit öffnet sich am Freitag, 8. Oktober, der Vorhang des Bad Endorfer Volkstheaters. In zwei Einaktern zeigt die Theatergesellschaft fiktive Szenen aus dem Königlich Bayerischen Amtsgericht. Weitere Aufführungstermine sind der Samstag, 9. Oktober, und jeweils Freitag und Sonntag, 15. und 17. Oktober.

Das Stück spielt im beschaulichen Geisbach. Dort muss sich Amtsgerichtsrat August Stierhammer, gespielt von Josef Kösslinger, mit der Frage auseinandersetzen, ob das erste Automobil im Ort eine Gefahr darstellt und ob es generell Vorfahrt vor den Pferdekutschen haben soll. Zusammen mit ihrem schnöseligen Advokaten Dr. Zorn, dargestellt von Konrad Hamberger, fordert das Münchner Ehepaar Daimer, gespielt von Emilia Giannetti und Markus Mädler, Strafe und Gerechtigkeit, weil der Bierkutscher Simmerl, interpretiert von Albert Plank, das neue Automobil des Ehepaares rammte.

Die zweite Episode handelt von der auf Sittlichkeit bedachten Pfarrersköchin Fräulein Ursula, auf die Bühne gebracht von Paula Aiblinger, die beschuldigt wird, den Gockel der Stadlbäuerin Maria Asenbeck, dargestellt von Ina Siferlinger gequält zu haben. Eine Herausforderung für den Amtsrichter, dem noch keine Angeklagte mit derart scharfem Mundwerk untergekommen ist.

Weitere Rollen sind der kauzige Wachtmeister, gespielt von Gerhard Feichtner, mit seinem markanten „Jawoll!“ und auch der stets vornehme Herr Ökonomierat, interpretiert von Peter Bichler. „Für die Darsteller in Bad Endorf ist es eine echte Herausforderung, diese markanten Figuren auf die Bühne des Volkstheaters zu bringen“, so Markus Hermannsdorfer, Pressesprecher der Theatergesellschaft Bad Endorf, „aber auch eine echte Freude, denn nach über einem Jahr Corona-Abstinenz dürfen sie sich wieder künstlerisch betätigen.“

Karten sind über Münchenticket erhältlich, die Tageskasse öffnet zwei Stunden vor Spielbeginn. amf

Artikel 1 von 11