Obinger Schule meistert die Corona-Situation als Gemeinschaft

von Redaktion

Schulrektor Thomas Duxner berichtet bei Bürgerversammlung über das vergangene Jahr – „Wir schauen positiv nach vorn“

Obing „Auf einmal war die Schulleitung nicht mehr nur für die Bildung und Erziehung der Schüler der Grund- und Mittelschule Obing verantwortlich, sondern für Gesundheit und Wohlergehen von 500 Menschen“, beschrieb Schulrektor Thomas Duxner die Herausforderung, vor der er in den vergangenen beiden Schuljahren durch die Corona-Pandemie gestanden hatte. In seinem Bericht auf der Obinger Bürgerversammlung beschäftigte er sich vor allem mit dem Thema, wie in der Obinger Schule diese Situation gemeistert wurde.

Besonders belastend für alle sei die Zeit gewesen, als gar kein Präsenzunterricht möglich war, nur noch Homeschooling. Doch sei es gelungen, den täglichen Kontakt zwischen Lehrern und Schülern aufrechtzuerhalten und einen Rhythmus für diese Form des Unterrichts zu finden, auch mithilfe von 40 Leihgeräten. „Die positive Auswirkung aus der Homeschooling-Phase ist: Alle können nun gut mit den Anforderungen der Digitalisierung umgehen und die hat einen kräftigen Schub bekommen“, so Duxner weiter.

Dass in Obing lediglich die achten Klassen im Wechselunterricht waren, sei das Ergebnis der Zusammenarbeit vieler Beteiligter gewesen. Dazu meinte Duxner: „Mithilfe des gemeindlichen Bauhofs und vieler Eltern konnten wir Turnhalle und Pfarrheim als zusätzliche Unterrichtsräume nutzen.“ Auch das Testen habe man in der Obinger Schule inzwischen für die eigenen Verhältnisse passend gemacht. „Wir schauen positiv nach vorn, wegen der Entwicklung der Digitalisierung an der Schule, vor allem aber wegen des guten Gemeinschaftsgefühls, das gerade in der Krise gewachsen ist“, freute Duxner sich.

Positiv ausgewirkt habe sich auch die Anschaffung von 140 Luftreinigungsgeräten durch die Gemeinde. Dadurch konnte Quarantäne für Schüler vermieden werden. Der Elternbeirat habe sich dazu mit Infos und Spenden eingesetzt, hob Duxner hervor. Als ebenfalls bedeutsames Projekt des Elternbeirats bezeichnete er die Erstellung eines Schulwegplans, der auf der Homepage der Schule heruntergeladen werden kann. Damit verbunden seien viele Vorschläge zu Verbesserungen der Verkehrssituation für Schüler.

Duxner berichtete, dass 239 Schüler die Grundschulen in Obing und Pittenhart besuchten, 184 die Mittelschule. Dazu kommt noch eine Partnerklasse mit zehn Schülern in den Jahrgängen eins bis zwei. Diese sind rechtlich Schüler des Wilhelm-Löhe-Förderzentrums und werden von Sonderschullehrkräften in Räumen der Grundschule Obing unterrichtet. Damit erhalten sie die Chance, im heimatlichen Umfeld zur Schule zu gehen. Und auch die Kooperation mit Regelklassen ist somit möglich. igr

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