Frasdorf – „Ich freue mich darauf, wenn sich dieses Gebäude künftig mit Leben füllt und viele Angebote stattfinden können. Mit dem neuen Lehrbienenstand wurden Räumlichkeiten und eine Ausstattung geschaffen, die es dem Imkerverein und dem Gartenbauverein ermöglichen, ihre verschiedenen Angebote an Mitglieder und Interessierte umzusetzen“, eröffnete Frasdorfs Bürgermeister Daniel Mair die Feier zur Einweihung des neuen Gebäudes an der Aschauer Straße. Pfarrer Paul Janßen gab dem Gebäude und allen, die es künftig nutzen werden, den Segen der Kirche.
Gemeinden
teilen sich die Kosten
Der Bau des Lehrbienenstandes wurde durch zwei Leaderprojekte gefördert. Die Gesamtkosten für das Vorhaben betragen rund 161000 Euro. Da es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen zwei benachbarten Leader-Aktionsgruppen handelte, betrug der Fördersatz 60 Prozent der Nettokosten. Rund 81000 Euro erhielten die beiden Gemeinden Aschau und Frasdorf durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als Zuschuss. Nach dem Abzug der Förderung sowie der Eigenbeteiligung der Vereine und Spenden, verblieben Kosten in Höhe von 64000 Euro, die jeweils zur Hälfte durch die Gemeinden Frasdorf und Aschau getragen werden.
Der Imkerverein Frasdorf-Aschau und der Gartenbauverein Frasdorf hatten für ihre Vereinszwecke bis dato kein eigenes Gelände und Räumlichkeiten zur Verfügung. Beide Vereine führten ihre Aktivitäten auf Privatgrundstücken durch und mussten für Versammlungen und Vorträge von Fall zu Fall Lokalitäten suchen.
Umso wichtiger war es dem Lehrbienenstand, auch ein Vereinsraum anzuschließen. Die beiden Vereine werden den Lehrbienenstand und den zugehörigen Außenbereich gemeinsam nutzen. Mit dem Bau und dem umliegenden Grünbereich sowie der zugehörigen Ausstattung schaffen die Gemeinden Aschau und Frasdorf ideale Voraussetzungen, um das Vereinsleben aktiv zu halten.
Der Lehrbienenstand mit Vereinsraum wurde zwischen den Orten Frasdorf und Aschau auf einem Gelände nahe der Staatsstraße 2093 errichtet. Das Grundstück grenzt an einen Parkplatz an und liegt am Aschau und Frasdorf verbindenden Radweg. In dem Holzbau ist ein Honigraum und ein Vereinsraum. Das Dach wird begrünt. Bei schönem Wetter können die Schiebetüren des Vereinsraums zu einer davorliegenden Terrassenfläche geöffnet werden.
Ein kleines Nebengebäude wird künftig eine bestehende Deponieentlüftung verdecken und als Geräteschuppen dienen. Über das Gelände führt ein behindertengerechter Weg in den Lehrbienenstand. Das Außengelände selbst wird durch die beiden Vereine bienen- und insektenfreundlich und standortgerecht bepflanzt. Der Lehrbienenstand mit Vereinsraum, der zugehörige Außenbereich, die Lage nahe der Ebnater Achen und die angrenzende landwirtschaftliche Fläche mit Blühstreifen ermöglichen es den beiden Vereinen, die Wechselbeziehungen zwischen (Wild)Bienen und Pflanzen zu gewährleisten. Dazu dienen unter anderem insektenfreundliche Bepflanzung sowie die Pflege und der Erhalt von Bäumen. Auch kann dort über spezielle Themen informiert und entsprechende Angebote geschaffen werden. Diese Angebote sollen für die Bedeutung der heimischen Natur- und Kulturlandschaft sensibilisieren.
Veranstaltungen
sind geplant
„Hier können künftig Kurse für Jungimker oder Beratungen zur Bepflanzung der Gärten mit heimischen und artgerechten Pflanzen abgehalten werden“, erklärt Daniel Mair. Das Angebot beider Vereine reiche bis hin zu Vorträgen und Angeboten für Kinder, in denen die Bedeutung von Bienen, Pflanzen, Imkerei, Natur- und Kulturlandschaft thematisiert werden solle.
Insgesamt sind Kurse und Veranstaltungen für Vereinsmitglieder, Imker und Jungimker, die interessierte Bevölkerung und Besucher geplant und natürlich auch Besuche von Schulklassen und Kindergartengruppen sowie ein Ferienprogramm.