Rohrdorfer Bauernmarkt künftig öfter im Jahr?

von Redaktion

Gemeindeverwaltung denkt über drei Termine nach – Insgesamt 27 Stände

Rohrdorf – Vergangenes Jahr hatten ihn die Rohrdorfer schmerzlich vermisst, dieses Jahr findet der örtliche Bauernmarkt wieder statt. Am kommenden Sonntag gehört das Gelände rund um Rathaus und Trachtenheim von 9.30 bis 15 Uhr insgesamt 27 Ständen. Diese bieten vorwiegend Kulinarisches aus Rohrdorf und der engeren Umgebung.

Der Bauernmarkt soll zeigen, wie vielfältig und qualitativ hochwertig das Angebot der heimischen Direktvermarkter ist. Mittlerweile ist der Bauernmarkt zu einer Tradition im Rohrdorfer Herbst geworden,

In der Gemeindeverwaltung überlegt man, ob man den Markt wegen des großen Zuspruchs nicht öfter, vielleicht dreimal im Jahr stattfinden lassen könnte. Und dann auch in anderen Rohrdorfer Ortsteilen, in Thansau etwa auf dem Gelände bei der Feuerwehr, über dessen bessere Ausnutzung für Veranstaltungen man ja seit diesem Sommer nachdenkt.

Ziel ist es, das Ortsleben in Rohrdorf und seinen Gemeindeteilen lebendiger zu gestalten, Möglichkeiten zu schaffen, an denen man sich zwanglos treffen und ratschen kann. Der Bauernmarkt bietet das ideale Umfeld. Er soll aber einen echten Marktcharakter behalten und nicht zu einer Rummelplatzveranstaltung werden.

In diesem Sinne sind auch die Begleitveranstaltungen ursprünglich und traditionell: Im Trachtenheim hat das Heimatmuseum geöffnet, und im dazugehörigen Stadl ist die „Kirtahutschn“ aufgebaut. Das ist ein acht Meter langes Brett, an Ketten befestigt, auf dem gemeinsam geschaukelt werden kann. Vor allem für die Kinder ein Riesenspaß, wie unlängst am Kirtamontag zu sehen war: Zwölf Schulklassen aus Rohrdorf kamen, um den alten Brauch wieder aufleben zu lassen.

In früheren Zeiten war eine Kirtahutschn zur Kirchweih fast auf jedem Bauernhof aufgebaut. Ein Brauch, der heutzutage kaum noch gepflegt wird, in Rohrdorf dank dem Heimatmuseum aber nicht untergeht. JT

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