Bad Endorf – In Sachen Kindertagesstätte Katharina gab es letzthin im Bad Endorfer Gemeinderat eine gute und eine nicht so gute Nachricht. Die nicht so gute: Die Fertigstellung des Baus wird sich um einen Monat nach hinten verschieben. Ursprünglich war geplant, dass die Bauarbeiten bis zum 14. Februar abgeschlossen werden sollen, nun ist als Termin der 17. März anvisiert. Allerdings ist auch dieses Datum nicht in Stein gemeißelt, denn um diesen Termin einzuhalten, muss der Bau ab jetzt glatt durchlaufen.
Nach Unwetter
Wasser im Keller
Der Grund für die Verschiebung der Fertigstellung liegt zum einem an dem Starkregenereignis vom 26. Juli, das den Keller der Baustelle unter Wasser setzte und der erst wieder getrocknet werden musste. Verzögernd wirkten sich aber auch bei diesem Bauvorhaben die Lieferschwierigkeiten bei vielen Baustoffen aus, die so gut wie allen derzeit laufenden Baustellen Probleme bereiten.
Bei der Kindertagesstätte waren es Fenster, die nicht dem Bauzeitenplan entsprechend kamen, was eine ganze Kette von Beschwernissen nach sich zog, wie der Projektsteuerer auf der Gemeinderatssitzung berichtete: Solange die Fenster nicht eingebaut waren, konnte die Fassade nicht fertiggestellt werden. So lange aber die Fassade nicht fertiggestellt war, musste das entsprechende Baugerüst stehen bleiben, was wiederum die Arbeit an den Außenanlagen verzögerte.
Trotz der Verzögerung – und das ist die gute Nachricht – sieht es derzeit so aus, als ob der Kostenrahmen von 7,993 Millionen Euro nicht nur gehalten, sondern möglicherweise sogar leicht unterschritten werden kann. Derzeit sind rund 87 Prozent aller zu vergebenden Aufträge bereits submittiert, es stehen also nur wenige Aufträge noch aus, sodass der Gesamtkostenstand bereits gut zu überblicken ist, er liegt bei insgesamt 7,907 Millionen.
In diesem Kostenrahmen ist bereits die Fotovoltaikanlage enthalten, bei der sich der Gemeinderat mit 14 gegen sechs Stimmen nun für die größere Variante mit Speicher und einer Leistung von 55 KW statt 35 KW entschied.
Der Vorteil dieser größeren Lösung liegt vor allem in einer erhöhten CO2-Ersparnis, es können nach den Berechnungen des Planungsbüros Meixner jährlich gut sieben Tonnen CO2 mehr als bei der kleineren Anlage ohne Speicher eingespart werden. Verbessert ist auch die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Die Trägerschaft übernimmt der Verein Katharinenheim.