Prutting – Direkt im Zentrum der Gemeinde, mit Blick auf den Mösl, war von Juni bis Ende September, jeden Donnerstag der neue Pop-up-Biergarten geöffnet. Von 18 bis 23 Uhr gab es dort gemütliches Zusammensitzen, begleitet von Musikanten, kühlen Getränken und Schmankerln für das leibliche Wohl. Mit dem Ende der Biergarten Zeit, ziehen nun die Veranstalter eine Bilanz.
Wirtshaus-Ersatz war
nächtliche Eingebung
„Eigentlich ist der Bürgermeister, Johannes Thusbaß, mit der Idee an uns heran getreten“, berichtet Gemeinderat und Jugendreferent Tobias Wimmer. Gemeinsam mit dem Kollegen Sebastian Harster sei ihm so die Organisation des Biergartens zu Teil geworden.
„Das war eine nächtliche Eingebung von mir“, sagt Pruttings Bürgermeister Johannes Thusbaß: „Ich habe mich gefragt, was bei unserer Gemeinde fehlt und bin sofort auf das fehlende Wirtshausleben gekommen. Als ich mit der Idee dann auf unsere beiden Jugendreferenten zugekommen bin, waren die Beiden sofort Feuer und Flamme.“
Der freie Platz neben dem Mösl, auf dem früher die Polizeistation von Prutting stand, erwies sich als perfekte Lage. Nicht nur sei der Ort sehr zentral gelegen, man könne im Freien auch die Corona-Regeln leichter umsetzen, erklärt Wimmer.
Was das Einhalten dieser Regeln betrifft, zeigt sich Bürgermeister Thusbaß zufrieden: „Die Leute waren sehr diszipliniert, trotz der strikten Regeln. Es gab keine Corona-Fälle bei unserem Pop-up-Biergarten. Das ist schon mal ein großer Erfolg.“
Was die Organisation betrifft, lobte Wimmer den Zusammenhalt der Vereine: „Nachdem wir uns um die notwendige Ausstattung gekümmert haben, wurde der Biergarten jeden Donnerstag von einem anderen Verein geführt.“ Die waren aber nicht nur für die allgemeine Organisation, sondern auch bei der Gestaltung des musikalischen Programms von großer Bedeutung.
Neben dem Musik- und Gesangverein sei dabei besonders Simon Ladner eine treibende Kraft gewesen, jede Woche neue Musiker für den Biergarten zu gewinnen, meint Wimmer. Mit diversen Food-Trucks und einem stets gut gefüllten Kühlwagen, sei außerdem jedes Mal eine gute Stimmung garantiert gewesen.
Auch wenn noch keine konkreten Besucherzahlen feststünden, berichtet Wimmer, könne durchaus von einem erfolgreichem Sommer gesprochen werden: „An guten Tagen war bei uns immer die Hütte voll mit zwischen 250 und 300 Leuten. Gegen Ende haben die Besucherzahlen zwar ein wenig abgenommen, es wurde schließlich auch kälter, aber im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden.“ Besonders gefreut habe ihn auch, dass von Jung bis Alt, jede Altersgruppe vertreten war. So viele Menschen erreiche man bei normalen Vereinsfesten einfach nicht.
Sogar das Wetter sei dem Biergarten wohlgestimmt gewesen. „Nur an zwei, drei Wochen hatten wir Probleme mit dem Wetter.“, so Wimmer. Das Erfolgskonzept will die Gemeinde in den Winter tragen. „An den Adventswochenenden wird es regelmäßig einen Christkindlmarkt geben“, hofft Bürgermeister Thusbaß. So wird der alte Polizei-Platz auch noch für den Rest des Jahres allen Pruttingern ein Ort der Gemeinschaft bleiben.
Baustelle oder
Neuauflage?
Was die Pläne für das kommende Jahr betrifft, waren sowohl Bürgermeister Thusbaß, als auch Wimmer noch recht verhalten. „Im Moment ist die Zukunft des Biergartens noch recht ungewiss, da auf der jetzigen Parkfläche nächstes Jahr eine Baustelle geplant ist“, meint Thusbaß.
Nichtsdestotrotz, heuer war der Biergarten ein voller Erfolg: „Ich habe nur positive Rückmeldungen zum Biergarten erhalten und als Bürgermeister erhält man nur sehr selten positive Rückmeldungen!“