Bekommt „Meiling Süd“ Fernwärme?

von Redaktion

Erste Grobanalyse der Biomasse AG – Drei Varianten sind möglich

Rott – In den Verwaltungsgremien der Gemeinde Rott wird ein Fernwärmenetz für den Bebauungsplan „Meiling Süd“ angedacht. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte Vorstand und Diplom-Ingenieur Sebastian Henghuber der Biomasse AG eine Grobanalyse vor. Henghuber gliederte bei der Bedarfsberechnung das Baugebiet in drei eigenständige Varianten.

So umfasst die erste Variante die 13 Einfamilien- und Doppelhäuser an den Rändern sowie die sechs Mehrfamilienhäuser in der Mitte des Gebietes. Er berechnete eine Leitungslänge von 720 Meter und einen Bedarf von 360 Megawattstunden (MWh).

Die zweite Variante bezieht die 45 geplanten Wohneinheiten des Investors im Norden ein. Die Leitungslänge vergrößert sich dementsprechend auf 837 Meter und der Bedarf steigt auf rund 535 Megawattstunden.

Die dritte Variante sieht das Verlagern der Heizzentrale in die geplante Tiefgarage vor. Das würde die Leitungslänge auf 290 Meter und den Wärmebedarf auf 375 Megawattstunden reduzieren.

Am wirtschaftlich sinnvollsten sieht Henghuber die Versorgung der großen Mehrfamilienhäuser in der Mitte und im Norden. Die Leitungen zu den einzelnen Einfamilien- und Doppelhäuser seien lang. Zudem müsse von jedem einzelnen die Zustimmung eingeholt werden und die Versorgungsleitung werden auf privaten Grund verlegt werden müssen.

Alle drei Varianten seien förderungswürdig, doch Henghuber betonte, dass die Förderung sich derzeit sich im Umbruch befinde. Das Wirtschaftsministerium bastele gerade an einer Neuregelung der Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW), die ab 2022 gelten soll.

Stark machte sich der Vorstand der Biomasse AG für eine Heizung mit Hackschnitzel und Pellets. Eine Holzheizung fördere die Region, sie versorge die regionalen Arbeitskräfte und nutzt die heimischen Ressourcen, so Henghuber.

Die nächsten Schritte für eine Nahenergieversorgung sind die Planung und Beschlüsse darüber, wie und in welchem Umfang dieses Ziel verfolgt werden soll. Dann käme eine Machbarkeitsstudie zur konkreten Planung.

Bis zur endgültigen Beschlussfassung hat die Gemeindeverwaltung noch einige Punkte zu klären und etliche Gespräche zu führen – auch mit den Eigentümer der bereits stehenden Häuser, ob sie bereit wären, sich dem anzuschließen.hri

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