„Wie`s Wetter an Leonhardi ist, bleibt`s bis Weihnachten gewiss“, lautet eine alte Bauernregel und das kam heuer mit Sonnenschein und in herbstlicher Stimmung traumhaft daher, als sich in Nußdorf (mittleres Bild) 122 Rösser, ein Grauesel, zahlreiche kunstvoll geschmückte Kutschen nebst Reiter und Lenker an der St.-LeonhardsKirche zum alljährlichen Leonhardiritt einstellten. Den Segen spendet Pfarrer Christoph Rudolph.
In Samerberg (linkes Bild) wurde der Gottesdienst draußen gefeiert. Für Diakon Schmitzberger ist es wichtig, dass die Leute auch bei den traditionellen Veranstaltungen spüren wie notwendig die Verbindung zum Himmel ist und er ergänzte: „Es solle nicht nur Show sein“. Der Leonhardi Ritt wurde eingeführt, um den Glauben immer wieder zu bekräftigen, um den Segen für die Tiere, die Ställe und für die tägliche Arbeit zu erlangen.
Die Leonhardi-Wallfahrt in Lippertskirchen (rechtes Bild) fand ohne historische Umfahrt statt. Etwa 55 Reiter pilgerten mit ihren sauber herausgeputzten Rössern der Gattungen „Süddeutsches Kaltblut“, „Haflinger“ und andere Rassezüchtungen, sowie Ponys an den historischen Wallfahrtsort in der Gemeinde Bad Feilnbach.
Der Spruch auf der Bad Feilnbacher Leonhardistandarte, „Vor Unglück, Seuche und Gefahr – St. Leonhard das Vieh bewahr!“ nahm Pfarrer Ernst Kögler zum Anlass für seine Predigt. Diese Bitte betreffe in diesen merkwürdig gewordenen Zeiten uns selbst. stv/hoe/pes