Tiefe Corona-Spuren bei Gästezahlen

von Redaktion

Tourismus 2020 registriert Brannenburg 57,6 Prozent weniger Urlauber als im Vorjahr

Brannenburg – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns zeigen sich deutlich in der Brannenburger Tourismus-Statistik für das Jahr 2020. Aufgrund der steigenden Gäste- und Übernachtungszahlen ab Mai 2021 rege sich allerdings vorsichtiger Optimismus für das laufende Jahr, sagte Otto Maier, Leiter der Tourist-Info, bei der Bürgerversammlung in der Wendelsteinhalle.

Die Gäste blieben
länger im Inntal

Insgesamt wurden für 2020 von den Gastgebern 7500 Gäste (minus 57,6 Prozent gegenüber 2019) und 26900 Übernachtungen (minus 44,9 Prozent) gemeldet. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste verlängerte sich von 2,7 auf 3,9 Tage.

Derzeit werden in Brannenburg etwa 450 Gästebetten von 55 Vermietern angeboten, allerdings müsse man sich aufgrund des Bettenrückgangs durch die Schließung größerer Häuser künftig auf weniger Übernachtungsgäste einstellen, so Maier. Erfreulicherweise, so der Tourismus-Chef, entstehen derzeit in der Villa Steinbeis und einem Nebengebäude am Bahnhof mehrere exklusive Ferienwohnungen. Die geschlossenen Grenzen nach Österreich verstärkten im Sommer die Nachfrage nach Urlaubsquartieren und führten auch zu einem großen Andrang von Ausflüglern aus der näheren und weiteren Umgebung.

Nachdem im letzten Jahr das kulturelle Leben durch die Corona-Beschränkungen ziemlich zum Erliegen kam und die beliebten Feste nicht abgehalten werden konnten, sorgten zumindest die Standkonzerte der Musikkapelle Brannenburg für etwas Normalität im Sommer. Auch geführte Wanderungen, Nordic-Walking- Treffs und der Fahrradverleih konnten nach dem Lockdown wieder angeboten werden.

Zu den Höhepunkten 2020 zählte auch die Eröffnung des Künstlerwegs auf den Wendelstein, auf dem 13 beeindruckende Exponate bewundert und erlebt werden können. Die Wendelstein-Zahnradbahn sei weiterhin die Hauptattraktion des Ortes, betonte Maier. Ab Frühjahr 2022 wird eine neue Lokomotive die Ausflügler auf den Berg befördern (wir berichteten).

Eine positive Bereicherung für die Gemeinde stellten auch die 18 Wegepaten dar, die sich für die örtlichen Wanderwege und deren Ausschilderung engagieren.

Etwas beschwerend empfanden die Feriengäste die Test- und Nachweispflicht während des Urlaubs sowie die Hygieneregeln und Zugangsbeschränkungen. Allerdings reisten in diesem Jahr die meisten Gäste bereits vollständig geimpft an.

Professionalität ist
extrem wichtig

„Eine große Professionalität aller touristischen Leistungsträger ist sehr wichtig, um im weiterhin schwierigen und hart umkämpften Tourismusgeschäft erfolgreich bestehen zu können. Dazu zählen Präsenz in den digitalen Medien, Online-Buchbarkeit und Sterne-Klassifizierung der Unterkünfte sowie regelmäßige Schulungen des Personals“, unterstrich Maier.

Der Tourismus sei einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in der Gemeinde.

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