„The show must go on“

von Redaktion

Die Faschingsgesellschaft Neubeuern hat ihr Prinzenpaar vorgestellt

Neubeuern – Normalerweise wird das Neubeuerer Prinzenpaar immer bei der Jahreshauptversammlung vorgestellt.

Doch aufgrund der Corona-Pandemie ist heuer alles andere als normal. Die vergangenen Wochen waren für die Neubeuerer Faschingsgilde ein Auf und Ab. Noch zu Beginn der Woche dachte man, eine Versammlung sei möglich, dann die Verschärfung der Bestimmungen. Die Jahreshauptversammlung musste abgesagt werden. Doch unterkriegen lies sich die Gilde trotzdem nicht. Präsident Sebastian Scherer stellte traditionell am 11.11. um 20 Uhr die neuen Herrscher samt Hofstaat am stimmungsvoll beleuchteten Marktplatz vor.

Würdevolle
Atmosphäre

Dabei präsentierte sich neben dem neuen Faschingspräsidium auch das neue Prinzenpaar: Prinz Korbinian II. und seine Prinzessin Rebecca I..

Sie sollen ab Januar in der Marktgemeinde das Regiment übernehmen – und das notfalls auch in einer Faschingssaison, die alles andere als normal sein wird. Als Motto für die diesjährige Saison rief das Präsidium „The show must go on“ aus.

Prinz Korbinian Lebeth ist 30 Jahre alt und arbeitet im Vertrieb für einen Hersteller von Leichtbau-Werkstoffen. In der Vergangenheit war er schon als Minister und bei den Wagenbauern im Fasching aktiv. Seine Prinzessin Rebecca Wolfrum ist 24 Jahre alt und arbeitet bei Joblocal in Kolbermoor.

In den vergangenen Jahren konnte sie sich bereits als Gardemädchen sowie als Gardehauptmann bestens auf die neue Rolle vorbereiten.

Beide zeigten sich sichtlich überwältigt davon, trotz der ungewissen Situation, in solch einer würdevollen Atmosphäre ihrem Faschingsvolk vorgestellt zu werden.

An ihrer Seite stehen im Neubeurer Fasching elf Gardemädchen und 13 Minister, die mit einer witzigen Vorstellungsrunde für eine ausgelassene Stimmung auf dem Marktplatz sorgten. Eine Abordnung der Musikkapelle Neubeuern unter der Leitung von Bernd Eutermoser umrahmte die Feierlichkeiten würdig. Marisa Steegmüller vom Flötzinger Bräu stellte ausreichend Getränke zur Verfügung und zeigte sich sehr erfreut über den Rahmen des diesjährigen Faschingsauftaktes.

„Wir haben uns im neuen Präsidium lange besprochen und wir wollen in jedem Fall für die Menschen in unserem Ort, aber auch in unserer Region einen Fasching planen und ausrichten“, erklärte der Präsident der Faschingsgesellschaft Neubeuern Sebastian Scherer.

„Wir sind uns bewusst, dass wir mit Einschränkungen wie 2G, 3G, 3G plus oder gar kurzfristigen Absagen leben müssen und vieles anders werden kann, als wir es gewohnt sind. Wir werden dennoch versuchen einen Fasching zu organisieren, der den Menschen Freude bereitet und unserer langen Tradition in Neubeuern gerecht wird“, so Scherer weiter.

Die Faschingsgesellschaft sei ständig mit der Gemeindeverwaltung in Kontakt. Die Gilde steht bis zu den Veranstaltungen im laufenden Kontakt mit dem Rathaus um die nächsten Schritte besprechen.

Bürgermeister
gratuliert zum Amt

Bürgermeister Christoph Schneider gratulierte dem Prinzenpaar zum Amt und gab in seiner Ansprache auch Appelle zur aktuellen Situation: „Die nächsten Wochen werden für die Faschingssaison sehr richtungsweisend werden. Wir müssen es schaffen alle Menschen – geimpft oder ungeimpft – in die Verantwortung zu nehmen“, so der Bürgermeister. Dazu gehöre Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme, auch Geimpfte müssten sich regelmäßig testen lassen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Bis zur Hauptzeit im Februar sei noch etwas Zeit.

Finanzen
werden geprüft

Präsident Sebastian Scherer gab an, dass es im Dezember noch weitere Besprechungen geben wird. Das Präsidium würde auch die Finanzlage des Vereins vor Entscheidungen, ob Veranstaltungen stattfinden oder nicht, natürlich genauestens auf den Prüfstand stellen, damit der Verein hier auch keinen Schaden nimmt.

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