Der stolze Hahn thront wieder 60 Meter hoch über Frasdorf

von Redaktion

Nach sieben Notfall-Operationen erstrahlt die Kirche Sankt Margaretha frisch renoviert mit einer neuen goldenen Spitze

Frasdorf Der goldene Wetterhahn hat seinen angestammten Platz auf dem Kirchturm wieder eingenommen. Aus fast 60 Metern Höhe schaut er auf Frasdorf herab. Seit der letzten Restaurierung 1978 hat er stark unter den Witterungsbedingungen gelitten: Ein neuer Überzug mit Blattgold hat ihm jetzt sein ursprüngliches Aussehen verliehen.

Auch das Turmkreuz wurde vergoldet. Bei der Segnung übergaben Pfarrer Hermann Overmeyer und Kirchenpfleger Johannes Fischer den Arbeitern der Firma Wachter aus Grabenstätt eine Zeitkapsel, in der kommende Generationen bei einer künftigen Restaurierung auf einer Urkunde Wissenswertes über die heutige Zeit aus der Feder von Pfarrer Paul Janßen nachlesen können. Sie wurde in der goldenen Turmkugel unter dem Hahn platziert. Seit Oktober vergangenen Jahres war der Frasdorfer Kirchturm eingerüstet, als letzte Maßnahme erhielt das Bauwerk einen neuen Farbanstrich. Die Kirchenverwaltung entschloss sich, ihn in der Originalfarbe und mit dem originalen Material grau einzufärben.

Nach sieben Notfall-Reparaturen in den 15 Jahren davor erhöhte sich die Gefahr für Besucher und Handwerker so sehr, dass die Arbeiten nicht länger verschoben werden konnten. Zuvor waren Schäden in der Holzkonstruktion des Kirchturms und der Turmspitze festgestellt worden. Mehrere Tragbalken der Zwischenböden waren morsch, sodass der Turm gesperrt wurde. Zudem war die Schiefereindeckung des Turmhelmes von Hagelkörnern derart beschädigt worden, dass Wasser eindringen konnte.

Die Arbeiten begannen mit einer statischen Ertüchtigung des Tragwerks, mit einer grundlegenden Renovierung der Turmspitze und des Turmdachs sowie aller Geschossebenen im Turm und der Neudeckung des Turmhelms mit Schiefer.

Das Ordinariat übernimmt 85 Prozent der Gesamtkosten eines mittleren sechsstelligen Betrages. Der Restbetrag ist von der Pfarrei aus Eigenmitteln zu finanzieren. Die Frasdorfer Kirchenverwaltung freut sich über jede Spende.reh

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