Stephanskirchen – „Kauf lokal“ steht auf einem großen Banner, das seit Beginn der Pandemie am Stephanskirchner Rathaus in Schloßberg hängt. Das tut, soweit es geht, auch die Gemeinde. Die Hackschnitzel für die Heizanlage in der Otfried-Preußler-Schule (OPS) sollen künftig aus der Region kommen. Dafür sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig aus.
Wiederholt hatte der Rechnungsprüfungsausschuss die Neuausschreibung des bestehenden Hackschnitzelliefervertrags für die Heizung an der OPS angeregt. Nun hat Kämmerer Philipp Brück den bestehenden Liefervertrag zum Ende der Heizperiode Ende April gekündigt.
Mit dem Entwurf zur Erstellung einer Leistungsbeschreibung wurde das Planungsbüro Insys beauftragt. Besonderes Augenmerk galt einer hohen Qualität der Hackschnitzel und einer regionalen Herkunft. Florian Beck (Bayernpartei) schlug vor, den Umkreis auf 35 Kilometer zu begrenzen. Damit stieß er auf offene Ohren bei der Gemeindeverwaltung, die eine Suche auf dem regionalen Markt für gut und sinnvoll erachtet.
Mit der Begrenzung auf 35 Kilometer können sich auch die Waldbesitzervereinigungen Rosenheim und Wasserburg am Mitbieten beteiligen. Vorausgesetzt, sie können im Jahr so viel Hackgut entsprechender Qualität liefern, dass die benötigten 650 Megawattstunden erzeugt werden können.
Hackschnitzel? Megawattstunden? „Wir bestellen die Wärmemenge und rechnen auch diese ab“, so der Kämmerer. Dann muss sich die Verwaltung nicht mit Feuchtigkeit oder Qualität des Hackgutes beschäftigen.
Mit der Leistungsbeschreibung – ergänzt um den Umkreis – bestand im Haupt- und Finanzausschuss Einverständnis.
Die Verwaltung wurde einstimmig beauftragt, die beschränkte Ausschreibung durchzuführen. „Geht nächste Woche raus“, sagt der Kämmerer.