Naturnaher Spielplatz geplant

von Redaktion

Pittenharter Verwaltung stellt Konzept für das „Hinzinger Länder“ vor

Pittenhart – In Pittenhart ist im Baugebiet „Hinzinger Länder“ im Planbereich C im Bebauungsplan ein Spielplatz vorgesehen. Er wird sich auf dem Bereich der „öffentliche Grünfläche zur Randeingrünung mit Pflanzgebot“ erstrecken.

Gelände mit
Bach und Hügel

Daraus entstand in der Gemeindeverwaltung die Idee, dort nicht einfach eine konservative Spielstätte, sondern einen naturnahen Spielplatz zu errichten. In der jüngsten Pittenharter Gemeinderatssitzung stellte für die Verwaltung die stellvertretende Bauamtsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Obing Anna Zanella den Gemeinderatsmitgliedern die Grundlinien des Konzepts von naturnahen Spielplätzen vor.

Ausgangspunkt sind die naturräumlichen Gegebenheiten des Standorts. Sie sollen aufgegriffen werden, um die kindlichen Nutzer mit unterschiedlichsten Bestandteilen der Natur bekannt zu machen. Ein abwechslungsreiches Gelände, beispielsweise mit Hügel und Bachlauf, wäre ideal. Es könnte aber auch nachträglich angelegt werden. Wichtig sind dabei Materialien aus der Natur, die nichts Fertiges vorgeben und zum eigenen Gestalten einladen. Das können Wasser, Sand, Erde, Lehm, Laub, Steine, Holzstücke und andere Naturmaterialien, aber auch Bäume und Pflanzen zum Kennenlernen und zum Einbeziehen ins Spiel sein. Kinder, so die Idee, brauchen in erster Linie Veränderbares. Die Spielgeräte, die es geben soll, sollen aus Naturmaterialien bestehen.

Anna Zanella wies darauf hin, dass die seit einiger Zeit überarbeitete DIN 18034 – die Norm für die Anforderungen an Planung, Bau und Betrieb von Spielplätzen – eine kreative, naturnahe Gestaltung und den Einbezug der natürlichen Umgebung fordert. Auch die Kommunale Unfallversicherung Bayern empfiehlt naturnahe Spielplätze. Die Erfahrung zeige, dass „ordentliche“ Spielplätze eher zu mehr Unfällen führten als naturnahe, die die Kreativität anregen und für Kinder nicht schnell langweilig werden.

Mit diesem Projekt könnte die Verwaltung ein Modell für eine zeitgemäße Art von Spielplätzen in der Region schaffen. Dazu wäre eine Förderung mit EU-Mitteln aus dem Leader-Programm möglich. Ein wesentliches Element bei der Planung sollte die Beteiligung der Bürger sein, deren Kinder diesen Ort nutzen werden.

Konkrete Pläne im
kommenden Jahr

Von der Verwaltung der Verwaltungsgemeinschaft wurde bereits Kontakt mit Planern aufgenommen, die auf dem Gebiet naturnahe Spielplätze sowie Bürgerbeteiligung bereits Erfahrung haben und ebenso mit der Durchführung von Leader-Projekten. Eine öffentliche Abstimmung fand nicht statt. Die planerischen Vorbereitungen des Spielplatzes sollen nun im nächsten Jahr angegangen werden.

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