Nachruf

von Redaktion

Litzldorf – Pünktlich, wie er im Leben war, so hat der „Kramer-Sepp“ von Litzldorf am 29. November, um 17 Uhr, seine Maurerkelle für immer aus der Hand gelegt. So beschreibt seine Tochter Ursula Hilz den Todestag ihres geliebten Vaters Josef Millauer, der im 87. Lebensjahr friedlich den Lebenden im Tode vorausging. Den Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael mit anschließender Urnenbeisetzung im Litzldorfer Kirchenfriedhof zelebrierte Pfarrer Josef Klinger vom SAPV in Rosenheim.

Um ihn trauert nicht nur seine 84-jährige Ehefrau Ursula, mit der er 63 Jahre erleben durfte, sondern Christine Millauer als weitere Tochter sowie Sohn Sepp und Schwester Elisabeth Buckreus mit ihren Familien. Vermissen werden ihren Opa und Uropa die neun Enkel sowie acht Urenkel, an denen er besonders viel Freude hatte, wie Tochter Ursula berichtet.

Am 7. Dezember 1934 erblickte der Kramer-Sepp das Licht der Welt und erlernte im Anschluss an seine Schulzeit den Beruf des Maurers. 1959 folgte ein erfolgreicher Abschluss zum Maurermeister. Anfang der 60er-Jahre machte er sich selbstständig. Durch sein fachmännisches Können und die Unterstützung von treuen Gesellen und Auszubildenden entstanden in all den Jahren behagliche Ein- und Mehrfamilienhäuser in der Region. Gefragt war sein handwerkliches Geschick aber auch bei Renovierungsaufträgen etwa in der Bad Aiblinger Kaserne, der Kirche Kleinholzhausen oder an der Friedhofsmauer in seinem geliebten Litzldorf.

Baustoffe aller Art sowie Mischer, Schaufel, Wasserwaage und Maurerkelle waren nicht nur während seiner aktiven Jahre bis zum Renteneintrittsalter seine Begleiter.

Einmal Maurer immer Maurer galt auch in seiner Phase als (Un)Ruheständler – bis zu der Zeit, als sein Körper und seine Gesundheit zu einer unendlichen Auszeit rieten. Als Rentner und leidenschaftlicher Stockschütze beim EC Bad Feilnbach war er als Maurermeister am Bau der Jenbachhalle beteiligt.

Unverzichtbar während seines letzten aktiven Lebensabschnittes waren Rat und Tat bei wichtigen Aufgaben rund um die Pfarrkirche St. Michael.

Der Kramer-Sepp liebte Heimat und die Gemeinschaft, etwa im Trachtenverein „D´Sulzbergler“ Litzldorf oder bei den Schützen der SG Wendelstein Bad Feilnbach. Für den Abstand vom Alltag, zur Entspannung und Muße suchte er sich ein stilles Plätzchen an einem Gewässer zum Angeln.

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