Setzlinge für die Ukraine

von Redaktion

Helferkreis unterstützt Aktion gegen hohe Energiepreise

Rohrdorf – „Wir wollen beim Priesterseminar in der Ukraine weiterhin Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, sagt Katharina Schmid in ihrer Funktion als Vorsitzende des Helferkreises für die Diözese Ternopil/Ukraine in ihrem Jahresrückblick. Etwas anderes sei aus der Entfernung nicht möglich. Der Helferkreis wolle vor allem „finanziell unterstützen“.

Rosenkücherl
und Türkränze

Katharina Schmid informierte die Mitglieder über die Entwicklungen des vergangenen Jahres in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Kampenwand“ in Aschau. Die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des Vereins sei Corona zum Opfer gefallen. Verschiedene kleinere Aktionen fanden jedoch statt. So konnten im Hofladen des Wastlhofes in Elperting rund 1000 Gläser Marmelade verkauft werden. Des Weiteren wurden beim Handwerkermarkt in Wildenwart, beim Bauernherbst in Rohrdorf und bei einigen Aktionen am Wastlhof durch Verkäufe von Türkränzen, Rosenkücherl und anderem rund 3000 Euro eingenommen.

Der Kontakt zur Ukraine ist zurzeit sehr eingeschränkt. Katharina Schmid berichtete von langen Telefongesprächen mit den Verantwortlichen in der Ukraine. Auch dort seien alle Aktivitäten durch Corona stark eingeschränkt. Die Wallfahrt nach Zarvanytsja war dennoch möglich. Anstelle von 80000 Pilgern waren diesmal allerdings nur 30000 zugelassen. Die kirchlichen Vertreter hatten sich mit den Behörden auf diese Zahl geeinigt.

Das Multifunktionshaus in Zarvanytsya wurde inzwischen fertiggestellt. Es soll eine Stätte für geistliche und weltliche Aus- und Fortbildung und soziales Engagement sein. „Der Bischof von Ternopil baut eine Kirche und Häuser aus Stein, wir helfen, diese Häuser mit Menschen zu füllen“, sagt Schmid.

Auch Pfarrer Volodymyr Firman hat ein neues Ausbildungsprojekt begonnen: Es hat zum Ziel, die Kleinbauern zu schulen und sie zu eigenständigen Entscheidungen und selbstverantwortlichem Handeln zu ermutigen.

Pfarrer Vasyl Shafran hat als Öko-Beauftragter der Diözese Ternopil in diesem Jahr 1500 Roteichen-Bäumchen an die Pfarreien verteilt. Die Eichen sind ein Zeichen für die Verantwortung, auch kommenden Generationen eine Zukunft zu sichern. Pfarrer Shafran möchte zudem ein weiteres Vorhaben anschieben. Er will schnell wachsende Bäume in Energiewäldern anpflanzt und diese so schnell wie möglich als Heizmaterial nutzen. Der Helferkreis ist dabei, mit einigen Baumschulen in der Region Südostoberbayern Kontakt aufzunehmen und die Möglichkeiten einer Lieferung dieser Setzlinge in die Ukraine mit den entsprechenden Ausfuhrgenehmigungen zu besprechen. Auch dieses Projekt, das besonders der Landbevölkerung dient, soll finanziell unterstützt und gefördert werden.

Strom- und Gaspreis
extrem gestiegen

Gas- und Strompreise sind im Land so extrem gestiegen, dass sie viele Menschen finanziell überfordern. Pfarrer Shafran betont deshalb ausdrücklich, dass in der westlichen Ukraine zurzeit eine große Nachfrage nach Heizmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen bestehe.

Spenden unter:

Helferkreis für die Diözese Ternopil e.V. - IBAN: DE44 7115 0000 0000 0535 38.

Der Verein:

Katharina Schmid bleibt auch in den kommenden drei Jahren erste Vorsitzende des Helferkreises. Zweiter Vorsitzender ist Fritz Tischner, für die Bücher ist Schriftführerin Marianne Lankes verantwortlich, für die Kasse Josef Bauer, die Kasse prüft Marianne Keuschnig. Elisabeth Weidenspointner, Gertraud Steiner, Anni Wörndl, Sabine Bauer und Konrad Lindner gehören dem Gremium als Beisitzer an.

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