Denkmalschutz und Dohlen

Der eingerüstete Turm ist weithin sichtbar und prägt das Ortsbild der Gemeinde Halfing.Foto Böck

Der eingerüstete Turm ist weithin sichtbar und prägt das Ortsbild der Gemeinde Halfing.Foto Böck

2,1 Millionen Euro Sanierungskosten für das Pfarrheim und die Kirche

Von Peter Böck

Halfing – Als Folge der orkanartigen Böen im Juli war der Halfinger Kirchturm bedrohlich in Schieflage geraten. Dieser wurde so schwer beschädigt, dass Einsturzgefahr bestand. Die vorbeiführende Staatsstraße musste gesperrt und Häuser geräumt werden.

Genehmigungen
stehen noch aus

Größere Risse im Bereich eines Seitenturms machten die Herbeiziehung der Münchner Berufsfeuerwehr und eines Statikers erforderlich. Mittlerweile ist der Turm gesichert, komplett eingerüstet und prägt das Halfinger Ortsbild.

Nach Auskunft des Erzbischöflichen Ordinariats in München ist eine aufwendige und längerfristige Renovierung erforderlich. Hierfür werden eine Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz sowie Abstimmungen mit dem Landratsamt Rosenheim benötigt. Auch die kirchlichen Genehmigungen stehen aus. Mit weiteren Erkenntnissen ist Anfang kommenden Jahres zu rechnen. Im Anschluss daran können Angaben zu konkreten Maßnahmen, die eine denkmalgerechte Wiederherstellung zum Ziel haben, gemacht werden.

Es sind Sanierungsarbeiten am Dachstuhl und am Mauerwerk erforderlich. Die Turmeindeckung muss vermutlich auch erneuert werden. Erste Schätzungen gehen, nach Auskunft des Ordinariats, von einem Kostenrahmen von 600000 Euro aus. Nach Meinung von Dorfbewohnern sind die im Kirchturm nistenden Dohlen bei den Sanierungsarbeiten zu berücksichtigen. Die Rabenvögel sind geschützt. Gespräche mit Naturschützern fanden bereits statt.

Auf 1,5 Millionen Euro werden die Kosten für die Arbeiten am Pfarrheim geschätzt. Dieses war ebenfalls stark beschädigt worden. Das Dach segelte auf ein etwa 50 Meter entferntes landwirtschaftliches Gebäude. Durch den Schaden kam es zu massiven Wassereindringungen im Haus. Eine Notabdeckung war die Folge. Seither ist das Pfarrheim gesperrt. Wie sich die Kostenverteilung mit Blick auf Versicherungsleistungen gestaltet, muss per Kostenberechnung ermittelt werden. Pater Paul zeigt sich immer noch erleichtert, dass bei dem Unwetter niemand ernsthaft verletzt wurde. Positiv stimmt ihn die Tatsache, dass der Gottesdienst, mit Blick auf Weihnachten, nicht beeinträchtigt ist. Die Kirche kann wie gewohnt unter Beachtung der Corona-Regeln besucht werden.

Anschaffung
einer Orgel

Die Anschaffung einer neuen Orgel ist ein weiteres Großprojekt der Kirchengemeinde, die nach Aussage von dem Pater von den Sanierungskosten nicht beeinflusst ist und unabhängig fortgeführt wird.

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Samstag, 11. Juli 2026
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