Vogtareuth – Mit einer kleinen Tanne in der Hand erklärt Lukas Hofmann, worauf es bei der Pflanzung von Waldbäumen in den vom Forstbetrieb Schliersee bewirtschafteten Wäldern ankommt. Die Auszubildenden der B&O Service AG hören zu, denn kurz darauf liegt es an ihnen, die Ausführungen des Försters in die Tat umzusetzen.
Die zukünftigen Bürokaufleute bereiten die Pflänzchen mit Wurzelschnitten für die Pflanzung vor. Anschließend werden 200 kleine Tannen mit Pflanzwerkzeugen unter den schützenden Bestand aus Fichten gepflanzt.
Die Bayerischen Staatsforsten sehen die Weißtanne als entscheidende Pflanze, um dem Wald der Zukunft Stabilität und Widerstandskraft gegen den Klimawandel zu verleihen. Durch ihre Pfahlwurzel kommt die Tanne auch während der Dürrezeiten an Wasser aus tieferen Bodenschichten. Daneben ist sie fest im Boden verankert, wovon auch andere Bäume profitieren. Leider findet auch das Rehwild allzu großen Gefallen an den Bäumen. Tiere fressen die Knospen der Jungbäume besonders während der Wintermonate. Daher geht die Anpflanzung neuer Tannenbestände einher mit einer konsequenten Bejagung von Rehen.
Zum Abschluss der Pflanzaktion gab es einen Blick in die Zukunft. 130 Jahre wird es dauern, bis aus den Setzlingen erntereife Baumwalzen werden und die zu Produkten wie Latten, Balken oder Spanplatten weiterverarbeitet werden können. Solches Holz wird dann auch von der Firma B&O Bau verwendet. Es bietet eine klimafreundliche und nachhaltige Alternative zu anderen Materialen wie Stahl oder Beton.