Kiefersfelden – Die Rosenheimer Bundespolizei hat an den Weihnachtstagen rund 30 illegale Einreiseversuche gestoppt. Manche Migranten nutzten für ihren beabsichtigten Grenzübertritt die Hilfe Dritter. Beispielsweise leitete die Polizei gegen einen Kameruner ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern ein. In der Grenzkontrollstelle auf der Inntalautobahn hatten die Beamten den Wagen mit italienischen Kennzeichen gestoppt. Am Steuer saß ein kamerunischer Staatsangehöriger, der seinen Reisepass und eine Aufenthaltserlaubnis für Italien zur Kontrolle vorlegte. Bei der Überprüfung der Mitfahrer auf der Rücksitzbank stellten die Polizisten jedoch fest, dass der 17-jährige Kameruner und der 29-jährige Nigerianer ohne Dokumente unterwegs waren. Der Ältere wurde der Ausländerbehörde und der Minderjährige dem Jugendamt überstellt.
Zwei weitere Schleuserversuche verhinderte die Bundespolizei an der Autobahn 93. Ein 42-jähriger Pakistaner hatte hier versucht, einen Landsmann nach Deutschland zu bringen. Dieser war aber nur mit einer abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigung ausgerüstet. Der Fahrer wurde wegen Beihilfe zum illegalen Grenzübertritt angezeigt.
Erwischt wurde auch ein 35-jähriger Fahrzeugführer mit seinem syrischen Landsmann als Beifahrer. Während sich der Fahrer mit einem österreichischen Flüchtlingspass ausweisen konnte, besaß sein Nebenmann keine für die Einreise erforderlichen Papiere. Er wurde nach Österreich zurückgewiesen. Der Fahrer muss sich wegen Beihilfe zum illegalen Einreiseversuch verantworten.