Bad Endorf – Über 120 Rad-fahrer forderten auf einer Radldemo Ende November, dass endlich mehr Raum und Sicherheit für den Radverkehr in Bad Endorf geschaffen wird. Dieser Tage übergaben nun vom Organisationsteam der Demo Robert Hölzl, Manfred Jäger und Eduard Huber vor dem Endorfer Rathaus dem Bürgermeister Alois Loferer (CSU) über 100 Unterschriften, um dieser Forderung mehr Gewicht zu verleihen. Bürgermeister Loferer wurde gebeten, die Demo und die Petition als Stärkung und Rückenwind für eine fahrradfreundliche Politik im Ort zu sehen, die nach Jahrzehnten von Versäumnissen überfällig ist.
Zu hohe Bordsteine
und Schlaglöcher
Alois Loferer bestätigte bei der Übergabe, dass es Radfahrer im Endorfer Gemeindegebiet, aber auch in der ganzen Region, nicht immer leicht haben, sichere Streckenführungen nutzen zu können. „Insofern nehme ich als Bürgermeister die Unterschriftenliste wirklich als Rückenwind für unsere Bestrebungen zur Verbesserung der Situation“, erklärte Loferer. Kleine Stolperfallen, Schlaglöcher und zu hohe Bordsteine würden dabei sicher schneller erledigt werden, als der Bau neuer Radwegstrecken. Besonders die Beschaffung notwendiger Grundstücksstreifen sei eine Herausforderung. „Deshalb wird dabei Geduld erforderlich sein und nicht alle Wünsche können sofort erfüllt werden“, sagte Loferer. Die Planung zum Lückenschluss zwischen Mauerkirchen und Rimsting hat zuletzt aber immerhin wieder Fahrt aufgenommen. „Ein Grundsatzbeschluss im Marktgemeinderat wurde auf meine Initiative hin gefasst: Der Lückenschluss zwischen Hartmannsberg und Natzing entlang der St2095 wird wieder in Angriff genommen“, erklärte der Bürgermeister.
Erste Ergebnisse liegen bereits vor: So ist der Landkreis bereit, vor Schloss Hartmannsberg unter Berücksichtigung von Denkmal- und Naturschutz Grund abzutreten. Vor allem Belange des Naturschutzes sind bei diesem Projekt zu berücksichtigen.
Auch die „Verbesserung der Radabstellanlagen ist 2022 ein klar formuliertes Ziel der Gemeinde“, macht Loferer deutlich. „Hier gibt es wertvolle Zuarbeit aus der Bürgerschaft, Förderprogramme des Bundes und im Bereich des Bahnhofs eine Kooperationsmöglichkeit mit der Deutschen Bahn.“