Nußdorf – Nußdorfs Bürgermeisterin Susanne Grandauer (CSU/FWG) stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Haushaltsplan für das Jahr 2022 vor, „der geordnete Verhältnisse aufweist“, wie Grandauer erklärte.
Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Nußdorf, die aktuell 2658 Einwohner zählt, wird in diesem Jahr auf 2041 Euro ansteigen. Allerdings verfügt die Gemeinde mit rund 2,4 Millionen Euro auch über ein gutes Rücklagenpolster und habe noch einige Investitionen vor.
Grunderwerb für
dieses Jahr geplant
Für das Jahr 2022 werden vier Millionen Euro für Grunderwerb eingeplant. Dazu wurde im Finanzplan für die Jahre 2023 bis 2025 für die einhergehende Kreditaufnahme eine jährliche Tilgung von 200000 Euro angesetzt.
Der voraussichtliche Überschuss aus dem Vorjahr in Höhe von rund 500000 Euro wurde im Anfangsbestand des Planjahres dargestellt.
Die Gewerbesteuer mit 1,4 Millionen Euro ist neben der Einkommenssteuer mit 1,9 Millionen Euro die bedeutendste Einnahmequelle im Verwaltungshaushalt, der mit 5938000 Euro veranschlagt wird.
Der zunächst befürchtete größerer Einbruch bei diesen beiden Einnahmequellen als Folge der Pandemie habe sich nicht bestätigt. „Allerdings bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten“, sagte Susanne Grandauer.
Der Kassenkredit in Höhe von 300000 Euro wurde weder im Jahr 2020, noch im Jahr 2021 in Anspruch genommen.
Der Vermögenshaushalt wird für 2022 auf 5808100 Euro beziffert. Die Gewerbesteuerumlage wird auf nunmehr 220000 Euro geschätzt und verbleibt damit auf Vorjahresniveau.
Die Einnahmen aus der Einkommensteuer steigen leicht um 100000 Euro auf nunmehr 1,9 Millionen Euro an. Die Schlüsselzuweisungen werden um 50000 Euro auf 112000 Euro steigen. Hingegen wächst die Kreisumlage um rund 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf ein Niveau von rund 1,6 Millionen Euro.
In den Planungskosten, die mit 60000 Euro angesetzt werden, sind die Kosten für die Bebauungspläne „Am Inn“, „Überfilzen“ und „Windshausen“ enthalten. Die Kosten für das Freibad werden um 25000 Euro steigen. Hierin enthalten sind die Ausgaben für diverse Sanierungsarbeiten und die Erneuerung der Fliesen des Kinderbeckens. Um 10000 Euro werden die Aufwendungen für den Friedhof auf 20000 Euro angehoben. Dort soll die WC-Anlage saniert werden. Beim Fuhrpark Bauhof soll ein neuer Unimog gekauft werden. Es wurden Leasingraten in Höhe von 29000 Euro angesetzt für einen eventuellen Mietkauf.
Solide Rücklage
vorhanden
Die Position Brücken und Stege, die mit rund 47000 Euro zu Buche schlägt, umfasst die Sanierung des Steges hinter dem Rathaus und die Reparatur des Geländers der Brücke Seilenauweg.
„Nachdem die Steuereinnahmen der Gemeinde weiterhin stabil sind und nach wie vor eine solide Rücklage vorhanden ist, kann die Haushaltslage als geordnet bezeichnet werden“, sagte Susanne Grandauer abschließend.
Finanzplan und Haushaltsplan wurden einstimmig vom Gemeinderat beschlossen.