Antwort auf „Den Protestierern fehlt es an Kenntnissen“ von Herbert Sax:
Die Bürgerinitiative Pro Halfing und die Halfinger Bürgermeisterin haben sich sehr wohl fachkundig gemacht über mögliche Folgen der Erdgasbohrung und diese gerade deshalb abgelehnt. Auch wenn die „Bohrlöcher im Grundwasserbereich mehrfach abgesichert“ werden, wie Herr Sax schreibt, wurden die Bürger auf eine folgenschwere Bohrpanne in Norddeutschland, verursacht durch Wintershall DEA, aufmerksam. Für die Grundbesitzer ist die entwässerte Moorwiese eine Goldgrube, die sie 20 Jahre und dann weitere 20 Jahre verpachten können. Ein Ruheplatz für Wild ginge verloren. Die Tiere kämen nach dem Bau des mächtigen Betonklotzes nicht wieder zurück. Braucht man das Halfinger Erdgas? Halfing nicht! Bis alle Stadtgebiete von Rosenheim und München auf regenerative Energie umgestellt sind, wird es noch einige Jahre dauern. Sie und manche Kraftwerke sind auf russisches Erdgas aus den Speichern von Gollenshausen, Inzenham und Wolfsberg angewiesen. Trotzdem wünschen wir einen raschen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, um die Klimaerwärmung nicht noch stärker zu beschleunigen.
Das Halfinger Gas würde den Gaspreis auch nicht verbilligen. Es würde gewinnbringend verkauft. Der Staat hat keine Regulierungsmöglichkeit.
Peter Oskar Rieder
Halfing