Rott/Ramerberg/Griesstätt – Die jüngste Schulverbandsversammlung der Gemeinden Rott, Ramerberg und Griesstätt leitete der Griesstätter Bürgermeister Robert Aßmus (parteifrei) in Vertretung für seine Amtskollegen von Ramerberg und Rott. Er bemängelte, dass die insgesamt 126 Seiten der Haushaltsunterlagen erst am Freitag an die Schulverbandsräte hinausgingen und so für die Sitzung am darauffolgenden Dienstag wenig Zeit blieb, das Zahlenwerk zu überprüfen.
Geschäftsstellenleiter Maximilian Brockhoff wies darauf hin, dass von diesem Zahlenwerk lediglich 29 Seiten von Bedeutung wären, die restlichen Seiten dienen den Erläuterungen. Max Brockhoff stellte den Haushalt und Finanzplan vor. Der Verwaltungshaushalt steigt um rund 27000 Euro auf rund 1,2 Millionen Euro. Der Vermögenshaushalt sinkt um rund 15000 Euro auf 103200 Euro. Das ergibt für das Jahr 2022 einen Gesamthaushalt von 1,3 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2025 soll er auf 1,2 Millionen zurückgeführt werden. Ein Grund dafür ist die schrittweise Auflösung der Rücklagen von derzeit 236912,88 Euro. Bis zum Jahr 2025 soll sie nur noch bei rund 10000 Euro liegen. Die größten Ausgaben sind die Personalkosten von rund 254000 Euro im nächsten Jahr und die Schülerbeförderungskosten von rund 137000. Die Schülerbeförderung wird vom Freistaat mit rund 33 Prozent plus einer Pauschale pro Schüler von derzeit 307 Euro gefördert. Die letzte Ausschreibung im Jahr 2018 läuft aus. Für das Schuljahr 2022/2023 wird eine neue Ausschreibung europaweit notwendig. Ein großer Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt ist der Austausch der defekten Fenstermotoren auf der Südseite der Turnhalle in Rott. Hierfür sind in den Haushalt 50000 Euro eingestellt. Im Haushaltsjahr 2022 soll der Glasfaseranschluss abgeschlossen werden, hierfür wurden 15000 Euro in den Haushalt 2022 eingestellt. Die Maßnahme wird mit 80 Prozent bezuschusst. Die Miete wird auf Basis der ungedeckten Baukosten des Neubaus der Grund- und Mittelschule berechnet und auf eine Nutzungsdauer von 30 Jahren umgelegt. Bis zum Abschluss der Baumaßnahmen erfolgt die Mietberechnung auf Basis von Planzahlen. Sobald eine Spitzenabrechnung möglich ist, wird die tatsächlich zu leistende Miete neu berechnet und nachträglich berichtigt. Auf Basis des aktuell vorhandenen Zahlenmaterials errechnet sich für die Grundschule eine Miete von 106101 Euro jährlich und für die Mittelschule eine Miete von 200339 Euro jährlich.
Die Berechnung der Umlagen für die beteiligten Gemeinden wird anhand der Schülerzahlen in der Grundschule und Mittelschule getrennt durchgeführt. Im Jahr 2022 kommen 53 Mittelschüler aus der Gemeinde Griesstätt, 44 Grundschüler und 14 Mittelschüler aus Ramerberg sowie 152 Grundschüler und 69 Mittelschüler aus dem Gemeindegebiet Rott am Inn. Der ungedeckte Bedarf in der Grundschule liegt 2022 bei 422010 Euro und bei der Mittelschule bei 524990 Euro. Nach den jeweiligen Schülerzahlen wird die Umlage der Gemeinde Griesstätt auf 202218,12 festgelegt. Ramerberg hat 149180,18 Euro zu tragen. Damit bleibt für die Gemeinde Rott eine Umlage von 595601,70 Euro. Die Schulverbandsräte segneten einstimmig die Haushaltssatzung und den Finanzplan bis 2025 ab.
Richard Helm