Eggstätt/Prien – Die Raunächte nach Weihnachten sind bekannt dafür, dass sie eine gute Zeit für das Baumfällen sind. Das ist auch bei jenen Leuten, Gemeinden und Vereinen bekannt, die sich um den traditionellen Brauch des Maibaumaufstellens kümmern.
So zog es auch eine Delegation der Gemeinde Eggstätt hinaus in den Wald, um eine stattliche Fichte zu fällen. Gestiftet wurde diese von der Pfarrei Sankt Georg anlässlich ihres 150. Kirchenjubiläums. Unter Federführung des Trachten- und Burschenvereins von Eggstätt ging es in den Kirchwald, um den vorher schon ausgesuchten Baum zu Fall zu bringen. Auch andere Vereine waren mit von der Partie.
Nach kurzer Besprechung, wohin der Baum fallen soll, setzte Bene Langl die Fällkerbe. Mit der Wiegesäge starteten Georg Plank und Michael Schweiger als erstes Team, es folgten Bürgermeister Christian Glas und Trachtenvorstand Siegfried Hundhammer. Auch Zweiter Bürgermeister Hans Plank und Burschenvorsitzender Peter Pawolleck zogen mit Muskelkraft an der Handsäge. Nachdem der Baum so fachmännisch gefällt war, wurde er vor Ort noch geschepst und von seiner Rinde befreit. Verwaltungsleiter des Pfarrverbandes, Christian Staber, begutachtete die Arbeiten.
Die fleißigen Waldarbeiter hatten den Wald noch nicht lange verlassen, da wurde der Baum schon von Priener Dieben gestohlen. Sie haben nunmehr nach gutem alten Brauch die Aufgabe, auf den zukünftigen Eggstätter Maibaum gut aufzupassen, ihn für das Aufstellen vorzubereiten und auch Hand anzulegen, wenn es zum Aufstellen geht. Geplant ist, dass der Maibaum am Samstag, 30. April, in Eggstätt aufgestellt wird.