Millionenprojekt steht bevor

von Redaktion

Neuer Hochbehälter für Schnaitseer Wasserversorgung

Schnaitsee – Bei der jüngsten Sitzung des Schnaitseer Gemeinderats drehte sich fast alles um das „wichtigste Lebensmittel Trinkwasser“ wie es Bürgermeister Thomas Schmidinger (CSU) ausdrückte.

Wie er einleitend erläuterte hatte das Sachgebiet Infektionsschutz, Hygiene und Umweltmedizin größere Mängel beim Hochbehälter der Schnaitseer Wasserversorgung festgestellt.

Der Behälter aus Mitte der 1950er-Jahre ist in der jetzigen Form auch nicht mehr zulässig.

„Damit favorisieren wir einen neuen Hochbehälter aus Edelstahl.“ Die Investitionssumme wird wohl bei gut einer Million Euro liegen. Rund um das Thema „Wasser“ referierte dazu Otto Zach von der Firma GTB in Emertsham. Er stellte den Bereitschaftsdienst mit den anfallenden Notfalleinsätzen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde vor.

„Dank der guten Zusammenarbeit konnte der Wasserverbrauch durch das konsequente Überwachen des Leitungsnetzes gut in Ordnung gebracht werden.“ Er hob dazu auch die hohen Hygieneanforderungen hervor.

Die Firma GTB wird in Zukunft neben der Kläranlage auch die Wasserversorgung mit betreuen.

Die Baumaßnahme des Hochbehälters am Fernsehturm stellte Hans Hinterholzer vom gleichnamigen Planungsbüro vor. Er gab Hinweise zur erforderlichen Größe. Da der zweite Behälter aus dem Jahr 1985 rund 500 Kubikmeter fasst, ist auch der neue Behälter in dieser Größe zu planen. Damit kann dann der doppelte Tagesverbrauch vorgehalten werden.

Um über die Art und Weise des Neubaus Aufschlüsse zu erhalten, hatte vergangene Woche eine Besichtigungsfahrt des Gemeinderats stattgefunden. Bei einer der nächsten Sitzungen muss dann die Entscheidung darüber fallen.

Um eine sichere Versorgung der Bürger mit Trinkwasser gewährleisten zu können, wird auch ein Notverbund mit der Wasserversorgung der „Harpfinger Gruppe“ angestrebt.

Der Zusammenschluss soll nach Voruntersuchungen beim Weiler Feldmühle erfolgen und die Zuleitung bei Kreuzstraße an das Schnaitseer Netz angeschlossen werden.

Dazu dankte der Bürgermeister Familie Oberbauer für ihr Entgegenkommen. Aber auch bei dieser Thematik müssen noch fixe Abklärungen erfolgen, bevor der Beschluss gefasst werden kann.

Josef Unterforsthuber

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