Zum Bericht „Spendengelder für Hochwasseropfer“, erschienen im Lokalteil:
Aus dem Spendentopf für Hochwassergeschädigte wurde auch Bad Endorf bedacht. Wenn ich so zurückblicke, kann ich Folgendes schildern. 1973 wurde ich Aktiver bei der freiwilligen Feuerwehr. 1974 kam dann das Jahrhunderthochwasser in Antwort, ein wenig war auch Endorf betroffen. In den folgenden Jahren hatten wir von der Feuerwehr immer wieder mit vollgelaufenen Kellern zu tun. Die Stellen waren immer die gleichen. Dass das Kanalnetz zu klein für Starkregen war, war allen bewusst. Man sprach über einen Baustopp. Es wurde später ein Kanalsanierungsplan beauftragt, um die Oberflächenwässer und Abwässer geordnet abfließen zu lassen. Waren die Kosten zu hoch für eine Umsetzung? Aber es wurde gebaut in alle Richtungen. Nur an wenigen Stellen wurden am Kanalnetz kleine Veränderungen vorgenommen. Die Weiterführung des Wassers wurde dem unterdimensionierten Bestand zugemutet, was zu kritischen Engpässen führt. Bei den Änderungen am Kanalnetz wurden auch Regenrückhaltebecken gebaut: das eine unterhalb des Bauhofs, was gut als Entlastung des Sternweihers und in Folge des Simssees ist, das andere hinter dem Moorbad Richtung Teisenham, ein schönes Biotop mit kleinen Inseln mit Büschen bewachsen, immer voll mit Wasser!? Jetzt lesen wir, ein Plan wird erstellt, wo der Starkregen berücksichtigt wird. Mit erstellten Plänen wäre Bad Endorf eigentlich ganz gut aufgestellt, nur an der Umsetzung hapert’s. Wollen wir hoffen, dass die nächsten Starkregen an Bad Endorf vorbeiziehen.
Wolfgang Kirr
Bad Endorf