Aschau – Für ungewollte Heiterkeit sorgte Stefan Klein vom Landeskriminalamt bei der jüngsten Sitzung des Aschauer Gemeinderates, als er als Standort für einen Funkmast unmittelbar eine Wiese am Bankerlweg-Feldstadel vorschlug.
Das LKA Bayern ist federführend für den Aufbau und den Betrieb des Digitalfunknetzes der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Freistaat.
Zunächst hatten Bergwacht und Feuerwehren im südlichen Landkreis Rosenheim festgestellt, dass es durch die ungünstige Standortwahl des Senders auf der Kampenwand einige weiße Flecken und Funklöcher im Netz gibt.
Vor allem die Nordseite der Kampenwand mit der Skiabfahrt wird funktechnisch nicht ausreichend erschlossen. Um diese Lücke zu schließen ist der Bau eines zusätzlichen Mastes im nordwestlichen Gemeindebereich von Aschau notwendig. Die Behörde sei nun auf der Suche nach einem geeigneten Standort.
Der Antennenträger auf dem Turm von Schloss Hohenaschau ist bereits voll bestückt und bietet keine weiteren Anbaumöglichkeiten für zusätzliche Sendeanlagen. Innerhalb des Suchkreises habe er jedoch zusammen mit seinem technischen Leiter einen geeigneten Standort gefunden.
Am Ende des Weges von der Sporthalle nach Westen bei einem Holzstadel sei auf einem ansteigenden Hang der ideale Standort.
Mit dieser Standortauswahl erregte Klein allerdings allgemeine Heiterkeit bei allen Ratsmitgliedern: Dieser Platz am gemeindlichen Bankerlweg und an einem der schönsten Aussichtspunkte auf Niederaschau und die Kampenwand stehe für einen Funkmastbau keinesfalls zur Verfügung, waren sich die Gemeinderäte einig.
Zudem seien die Kindertagesstätten, die Seniorentagesstätte und die künftige Sporthalle in unmittelbarer Nachbarschaft.
Verwundert über die allgemeine Heiterkeit des Gremiums führte Stefan Klein aus, dass der 15 Meter hohe Mast zur Anpassung an die Umgebung mit tannengrüner Farbe angestrichen werden könne, die notwendigen technischen Betriebseinrichtungen könnten in einem Häuschen im alpenländischen Stil untergebracht werden. Ein derart getarntes Objekt falle in der Landschaft kaum auf.
Bürgermeister Simon Frank und der gesamte Gemeinderat waren sich darüber einig, dass das Vorhaben an dieser exponierten Stelle nicht verwirklicht werden könne und empfahlen den Vertretern des LKA Bayern, sich in Absprache mit der Gemeinde um einen anderen geeigneteren Funkmast-Standort im Suchkreis Aschau Nordwest zu bemühen. reh