Brannenburg – In seiner letzten Ausschusssitzung musste der Fischereiverein Inntal auf ein sehr trauriges Jahr zurückblicken.
Zum einen konnte die Schadstoffeinleitung am Grießenbach, an dem 750 tote Fische, die zwischen Steinen und Sträuchern vorgefunden wurden (wahrscheinlich waren es jedoch insgesamt zwischen 3000 bis 5000 Fische) nicht eindeutig geklärt werden.
Zwar konnte durch die Staatsanwaltschaft Traunstein in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Brannenburg festgestellt werden, was wo eingeleitet worden war. Dies reichte aber mangels Zeugenaussage oder Kameraüberwachung nicht aus, um eine eindeutige Anklage zu führen. Die Untersuchung der erstickten Fische verursachte sehr hohe Kosten, durch mehrere Laboruntersuchungen in ganz Deutschland. Nur so konnte ein eindeutiges Ergebnis über die tödliche Substanz festgestellt werden. Die Kosten dafür wurden vom Freistaat Bayern getragen. Um nun wieder etwas Leben in den Grießenbach zu bringen, wurden bereits erste kleinere Besatzmaßnahmen mit Fischen aller Altersstufen vorgenommen.
Darüber hinaus musste der Fischereiverein Inntal in seinen Gewässern sehr hohe Verluste wegen Fischotterbefall feststellen, was durch Wildkameras nachgewiesen werden konnte. Um diese Verluste auch nur ansatzweise ausgleichen zu können, werden auch in diesem Jahr wieder unterstützende Maßnahmen, wie Brutboxsysteme oder Besatzmaßnahmen, vorgenommen.