Dorfladen Schonstett hat zu kämpfen

von Redaktion

Zweiter Bürgermeister Josef Bichler ruft Bürger zum Einkauf auf – Projekt entscheidend für Nahversorgung

Schonstett – Der Dorfladen Schonstett wird einen freiwilligen Zuschuss von der Gemeinde zur Deckung des aufgelaufenen Defizits erhalten. Dies befürwortete der Gemeinderat einstimmig. Die Höhe wurde bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates noch nicht mitgeteilt, die Summe werde spätestens bei der Haushaltsaufstellung genannt, hieß es im Gremium.

Die Förderung ist jedoch an gewisse Auflagen gebunden, da dieses „Verschenken von Gemeindevermögen“ (so die Bezeichnung laut einer Stellungnahme der Regionalaufsicht) nur zulässig ist, soweit es der Erfüllung von Gemeindeaufgaben dient. Es dürfe nicht zur Regel werden, wie Zweiter Bürgermeister Josef Bichler CSU) ausführte. Die Unterstützung für den Dorfladen mache Sinn, so Bichler weiter. Der Laden sichere die Grundversorgung der Bürger. Der Zuschuss könne erst nach der Zustimmung zum Haushalt durch den Gemeinderat ausgezahlt werden. Bürgermeister Paul Dirnecker (FW) erklärte dazu, dass es auf lange Sicht unverzichtbar sein werde, vor Ort einkaufen zu können. Die Anfangseuphorie rund um den neuen Dorfladen sei jedoch einer gewissen Ernüchterung gewichen, denn trotz des Einsatzes freiwilliger Helfer und viel gemeinnütziger Arbeit sei das Geschäft von der angestrebten „schwarzen Null“ noch weit entfernt. Dafür müssten sich aber die Einkaufsgewohnheiten ändern – nur „Noteinkäufe“ im Dorfladen machen und sonst im Supermarkt einkaufen, damit sei der Erhalt dieses Ladens nicht möglich. Würde jeder Gesellschafter für 170 Euro im Monat im Dorfladen einkaufen, wäre man „im grünen Bereich“. „Scheitert der Dorfladen, wird es auf Jahre oder sogar überhaupt keine Nahversorgung mehr in Schonstett geben“, so Bichler.mv

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