Wie viel darf das Sportgelände kosten?

von Redaktion

Marktgemeinderat Bad Endorf plant rund 84000 Euro für Skate- und Dirtpark ein

Bad Endorf – Die Marktgemeinde Bad Endorf plant im aktuellen Haushalt knapp 84000 Euro für einen Skate- und Dirtpark ein. Der Marktgemeinderat beschloss in der jüngsten Sitzung einstimmig die finanziellen Ausmaße des Projekts. Damit können nun die entsprechenden Fördermittel über die Leader-Initiative beantragt werden. Ziel ist es so schnell wie möglich mit den Ausschreibungen zu beginnen.

Zunächst stellen die beiden Marktgemeinderäte Johann Webersberger (CSU) und Christian Wiebel (Aktionsbündnis für Bad Endorf), die beide der Arbeitsgruppe angehören, das Projekt dem Gremium vor. Geplant ist ein Skate- und Dirtpark nahe des Sport- und Bolzplatzes an der Hans-Kögler-Straße.

Willkommenszone
als Treffpunkt

Es soll eine sogenannte Willkommenszone geben, auf der sich die Sportler und Jugendlichen treffen und zusammenkommen können. Von ihr aus geht der Dirtpark ab, der am Boltzplatz entlang Richtung Wald führt.

„Der Parkour besteht aus verbautem Erdreich und Holz, was umweltschonend für das Gelände ist“, erklärt Webersberger. Es wird zwei Runden geben – eine für Anfänger und eine für Fortgeschrittene. Der bereits vorhandene Skatepark wird mit langlebigen Elementen aufgestockt. Webersberger und Wiebel betonten die Unterstützung durch die Teilnehmer der Arbeitsgruppe und lobten das ehrenamtliche Engagement, das mit dem Bau und den Erhalt des Freizeitgeländes weitergehen wird.

„Das ist eine gute Grundplanung“, sagt Wiebel. „Jetzt geht es in die Feinplanung. Wir wollen das Projekt an den Marktgemeinderat übergeben, damit wir es für die Jugendlichen im Ort realisieren können.“

Kämmerin Melanie van Lengen erklärte die finanzielle Seite des Projekts. Der Marktgemeinderat habe zwei Möglichkeiten. Sollte der örtliche Bauhof, bei dem Vorhaben mithelfen, reduziert sich der Eigenanteil der Gemeinde auf rund 72000 Euro. Die gemeindliche Eigenleistung könne aber nicht gefördert werden, so von Lengen. Werden die Arbeiten an fremde Firmen vergeben, steige der Eigenanteil der Gemeinde auf knapp 84000 Euro.

Christof Schlaipfer (CSU) gab bereits zum Beginn der Diskussion zu bedenken, dass es immer gefährlich ist, den Bauhof so stark einzubinden. „Ich bin dafür, dass die Leistungen ausgeschrieben werden.“ Viele Gemeinderäte schlossen sich der Meinung Schlaipfers an.

Bürgermeister Loferer bestätigte die Bedenken Schlaipfers. „Das Bauhof ist noch durch die zusätzlichen Leistungen aufgrund des Hochwassers 2021 beschäftigt. Das dürfen wir nicht unterschätzen.“

Martin Both fragte nach den Folge- und Erhaltungskosten des Freizeitgeländes. „Das läuft bei dem Erhalt der Außenanlagen mit“, sagt von der Lengen.

Bürgermeister Alois Loferer (CSU) bedankte sich bei der Arbeitsgruppe. „Das ist eine grandiose Leistung. Ich glaube, wir schaffen hier ein vielfältiges Angebot für verschiedene Gruppen. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen einen Ort geben, an dem sie sich Treffen und sportlich betätigen können.“

Eigenbeteiligung
genehmigt

Der Gemeinderat stimmte gegen die Einbringung von Eigenleistungen und genehmigt eine Eigenbeteiligung in Höhe von 84000 Euro, die in den Haushalt 2022 berücksichtigt werden soll. Mit dieser Entscheidung kann nun die Leader-Förderung beantragt werden.

Grüne wollten zusätzliche Ortsbegehung

Die Ortsfraktion Bündnis 90/Grüne beantragte zu Beginn der Sitzung, den Tagesordnungspunkt in eine der kommenden Sitzungen zu verschieben. Die Fraktion forderte einen Ortstermin. Bürgermeister Alois Loferer und Marktgemeinderat Johann Webersberger, der die Arbeitsgruppe Skate- und Dirtpark betreut hat, wiesen darauf hin, dass es bereits im Sommer einen Ortstermin gegeben habe. Loferer stellte weiterhin in Aussicht, dass ein weiterer Ortstermin aber durchaus machbar sei. Der Marktgemeinderat stimmte gegen den Antrag der Grünen, den Tagesordnungspunkt zu verschieben.

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