Samerberg – Als Alois Prankl vom Samerberg seinen 80. Geburtstag coronabedingt nur im kleinen Kreise feierte, bekam er vor seinem Haus eine lautstarke Überraschung. Die Gebirgsschützenkompanie Samerberg, dessen Ehrenhauptmann Alois Prankl ist, überraschte den Jubilar mit einer kleinen Abordnung, Hauptmann Fritz Dräxl an der Spitze, und einem dreifachen Ehrensalut. Aus gegebenen Anlass blickten sie gemeinsam in die Vereinsgeschichte.
Bei der Gratulation mit Geschenkübergabe erinnerte Dräxl daran, dass Prankl für seine Verdienste im Gebirgsschützenwesen mit den Verdienstmedaillen in Gold der Kompanie und vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützen ausgezeichnet wurde. „Alois Prankl ist ein Vorbild und ein Gebirgsschütze mit Leib und Seele, er leistete unermüdliche Vorarbeit bei der Wiedergründung der Kompanie im Jahr 1977, und von da an bis 1996 war er unser Hauptmann“, so Dräxl, der als Nachfolger von Ludwig Staber das Erbe des Jubilars antrat. Die Mitglieder der Hauptmannschaft und Prankl informierten über die Wiedergründung der Gebirgsschützenkompanie Samerberg bei der Zusammenkunft: „Um den politischen und kriegerischen Wirren in der Mitte des 16. Jahrhunderts wirksam zu begegnen, wurde von den regierenden Fürsten eine Wehrkraft aufgebaut. Auf dem Samerberg sind Musterungsakten aus den Jahren 1513, 1532 und 1554 sowie aus dem Bayerischen Staatsarchiv bekannt.“
Vor einer möglichen Gründung übersetzte Prankl die gefundenen Eintragungen des Samerberger Heimatforschers Josef Rieder, sammelte sie mit weiteren Unterlagen und stellte diese dem Gauhauptmann zur Verfügung. Bei der Feier wurde an die Versammlung der Gauhauptleute am 7. Dezember 1977 zur Gründungsgenehmigung erinnert. hö